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UFERWEG: Aufschüttung im See ist möglich

Die Gemeinde Rorschacherberg ist mit der Idee einer Seeuferverbindung einen Schritt weiter. Der Weg soll über Aufschüttungen führen. Nun bezieht die Gemeinde Anstösser bei der Linienführung mit ein.
Jolanda Riedener

Jolanda Riedener

jolanda.riedener@tagblatt.ch

Ein Steg hätte das Rorschacherberger Bodenseeufer zwischen Neuseeland und Hörnlibuck der Öffentlichkeit zugänglich machen sollen. 2015 versenkten die Stimmbürger das Millionenprojekt deutlich. Die Idee jedoch, das Seeufer für alle zu öffnen, ist nach wie vor Thema im Dorf. Die Gemeinde Rorschacherberg und eine von ihr ins Leben gerufene Arbeitsgruppe beschäftigen sich derzeit mit einer neuen Variante: Der Weg soll aufgeschüttet ans Ufer heran oder über vorgeschüttete Inseln und Stegelemente führen. Diese Variante sei am besten umsetzbar, kommt die Arbeitsgruppe gemäss dem Rorschacher Mitteilungsblatt «Rundblick» zum Schluss.

Mitglieder der Arbeitsgruppe sind Vertreter der Ortsparteien sowie der kantonalen Amtsstellen, Anstösser, Befürworter des Seeuferwegs und Gemeinderäte. Sie beauftragten das Bernecker Ingenieurbüro Oeplan – bestehend aus Umweltfachleuten und Landschaftsarchitekten – damit, die Machbarkeit von Aufschüttungen zu prüfen.

Projekt käme Tier- und Pflanzenwelt zugute

«Geologen haben die Beschaffenheit und Stabilität des Seegrundes untersucht», sagt Gemeindepräsident Beat Hirs. Auch die Fauna und Flora habe die Firma analysiert: Unterwasserbiologen haben gemäss Hirs den Bestand von Wasserpflanzen ausgewertet und abgewogen, wie viel neuer Lebensraum mit den Aufschüttungen entstehen würde. Die Abklärungen der Firma zeigten gemäss Gemeindemitteilung, dass Schüttungen in den See sinnvoll sind und sogar ökolo­gische Vorteile schaffen. Eine Schüttung würde mehr wertvollen Lebensraum schaffen als auf dem heutigen Seegrund vernichtet würde. Wie die Kombination von Aufschüttungen am Seeufer sowie zu Inseln, aussehen würde und wo der Spazierweg genau durchführen könnte, sei noch offen. «Wir werden die betroffenen Anwohner nun anhören», sagt Hirs. Man wolle gemeinsam eine Lösung finden. Was heisst: eine möglichst zweckmässige und realisierbare Linienführung des Weges. «Es gibt aber keine Lösung, die jedem passt.»

Das Seeuferprojekt ist breit abgestützt: Die Mehrheit der Rorschacherberger hat sich in einer schriftlichen Umfrage für einen Uferweg ausgesprochen. «Der Seeuferweg kann nur gebaut werden, wenn diejenigen, die ihn wollen, dem konkreten Projekt dann auch zustimmen», betont Hirs. Deshalb müsse das Projekt sorgfältig angegangen werden und möglichst wenig Ecken und Kanten haben. Ansonsten sei das Risiko gross, dass auch Befürworter mit dem ausgearbeiteten Projekt nicht zufrieden seien und schliesslich ablehnen würden. «Wir sind schon mehr als einmal gescheitert. Wenn es dieses Mal nicht klappt, muss sich allenfalls die nächste Generation wieder mit dieser Idee befassen», sagt Beat Hirs.

Die Gemeinde will das Projekt in diesem Frühjahr festlegen und zur kantonalen Vorprüfung einreichen. Verläuft alles nach Plan, soll die Abstimmung über den Kredit im Winter 2018/2019 durchgeführt werden. «Nur wenn die Bürgerinnen und Bürger Ja zum Seeuferweg sagen, wird das Projekt anschliessend zur Auflage gebracht», so der Gemeindepräsident. Für den Seeuferweg sowie einen Rad- und Gehweg entlang der Churerstrasse rechnet die Gemeinde mit Beiträgen aus der Bundeskasse.

Nicht nur Rorschacherberg beschäftigt sich seit Längerem mit dem Seezugang. In der ­Gemeinde Thal, namentlich in Staad und Altenrhein, fehlen noch immer kleinere Teilstrecken zu einem durchgehenden Seeuferweg. Dieser sei nach wie vor gewünscht und der Gemeinderat arbeite weiterhin daran. Kantonsrätin Monika Lehmann-Wirth hat kürzlich einen Vorstoss eingereicht, der die Eisenbahnlinie in Rorschach umleiten und dadurch einen barrierefreien Zugang zum See ermöglichen soll.

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