Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ÜBERGABE: Gemeinsam durchs Feuer gegangen

Nach fast 30 Jahren bei der Feuerwehr hat Martin Jöhl sein Amt als Gossauer Ortskommandant übergeben. Die Kameradschaft wird ihm besonders fehlen.
Martin Jöhl (Mitte) übergibt sein Amt als Ortskommandant Gossau an Patrick Huser (rechts). (Bild: Michel Canonica)

Martin Jöhl (Mitte) übergibt sein Amt als Ortskommandant Gossau an Patrick Huser (rechts). (Bild: Michel Canonica)

Die Uniform gehört zu jedem Feuerwehrmann. Manchmal sitzen sie aber auch einfach im Pyjama zusammen und lassen Einsätze Revue passieren. Genau das ist dem zurückgetretenen Ortskommandanten der Feuerwehr Gossau vor vielen Jahren passiert. An seinem Abschied vergangenen Samstag blickte er nochmals zurück – und liess die besten Anekdoten, schwierigsten Einsätze und kuriosesten Geschichten aus fast drei Jahrzehnten Feuerwehrdienst noch einmal aufleben.

Gelebte Geselligkeit als Motivation

Vor 28 Jahren trat Martin Jöhl der Gossauer Feuerwehr bei. Nur kurz zuvor war er nach Gossau gezogen und wollte so neue Leute kennenlernen. «Dann hat es mir ‹den Ärmel reingenommen›, wie man so schön sagt.» Die Kameradschaft, die Geselligkeit sowie die Hilfeleistungen hätten ihn stets aufs Neue motiviert, weiterzumachen. Seit 2007 hatte er das Amt als Vizekommandant inne, seit 2013 war er Ortskommandant. Am Samstag hat Martin Jöhl nun sein Amt an Patrick Huser übergeben. «Ich wünsche ihm vor allem unfallfreie Übungen und Einsätze», sagt Jöhl. Gerade Letzteres sei natürlich nicht immer der Fall, es könne nicht stets alles glimpflich ausgehen.

So erinnert sich Jöhl an einen Einsatz in Gossau, als ein Feuerwehrmann zehn Meter in die Tiefe stürzte. «Gott sei Dank hat er es überlebt», sagt er. Solche Einsätze gingen nicht spurlos an einem vorbei. Besonders kritisch seien Fälle, bei denen Kinder involviert oder Schwerverletzte zu verzeichnen seien. Da brauche es ein gutes Umfeld, um die Ereignisse zu bewältigen. Auf die Kameraden sowie auf seine Familie habe er stets zählen können. «Wir sind zusammen durchs Feuer gegangen», sagt Jöhl später bei seiner Abschlussrede. Nun freue er sich, wieder mehr Zeit zu haben: Um Sport zu treiben, Englisch zu lernen oder allgemein Verabredungen und Treffen einzuhalten.

Manuela Bruhin

redaktiongo@tagblatt.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.