UBS feiert den Umbau

Die UBS hat ihren Sitz am Multertor umgebaut. Helle und offen gestaltete Räume sind das Resultat. Den Abschluss der Bauphase feiert die Bank morgen mit einem Tag der offenen Tür.

Claudia Schmid
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Blick ins Erdgeschoss des frisch umgebauten UBS-Sitzes am Multertor. (Bild: Urs Jaudas)

Blick ins Erdgeschoss des frisch umgebauten UBS-Sitzes am Multertor. (Bild: Urs Jaudas)

Die UBS-Geschäftsstelle am Multertor ist eines der schönsten und imposantesten Gebäude in der Stadt St. Gallen. Die Schweizerische Unionsbank, die 1888 aus der Fusion des Bankhauses Jakob Brunner mit der Deutsch-Schweizerischen Kreditbank entstand, liess es in den Jahren 1889 bis 1891 erstellen. Architekt war Wendelin Heene.

Textilbörse im Untergeschoss

Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt, dass die Kosten des Neubaus damals 1,76 Millionen Franken betrugen. Der Kostenvoranschlag hatte mit 1,1 Millionen Franken gerechnet. Für die Fassade wurde Teufener Sandstein verwendet. Ein Bildhauer aus München fertigte aus Kupferblech getriebene Plastiken an.

Bis 1946 diente nur das erste Obergeschoss der Bank. Die Säulenhalle im Untergeschoss beherbergte die St. Galler Textilbörse. Im zweiten Obergeschoss waren bis 1962 Wohnungen eingerichtet. Auf Fassadenrenovationen in den Jahren 1946/1947 und 1970/1971 folgte 1977 mit der kompletten Auskernung eine Totalrenovation des Gebäudes. Die Eröffnungsfeier fand im Januar 1981 statt.

Individuelle Beratung

Nun hat die UBS in den vergangenen elf Monaten erneut eine Renovation in Angriff genommen. «Ziel des Umbaus war, die Räume den veränderten Kundenbedürfnissen anzupassen», sagt Marc Borer, Privatkundenleiter im Rayon St. Gallen. Während früher die Kundinnen und Kunden die Geschäftsstelle vor allem für Auszahlungen aufgesucht hätten, wünschten sie heute vermehrt eine individuelle Beratung.

Im Erdgeschoss sind in der grosszügigen Empfangshalle die Bancomaten zu finden. Die Bankschalter und sechs Sitzungszimmer für Beratungsgespräche sind im hinteren Teil des Parterres untergebracht. Im ersten Stock befinden sich weitere Sitzungszimmer, die alle den Namen eines der St. Galler Tore tragen und mit Bildern bekannter Künstlerinnen und Künstler ausgestattet sind. Die oberen Stockwerke beherbergen schliesslich die Büroräume der 70 Mitarbeitenden.

Nach dem gleichen Konzept

Laut Marc Borer hat sich die UBS entschlossen, sämtliche Geschäftsstellen an den rund 300 Standorten in der Schweiz nach dem gleichen Konzept umzubauen. In diesem Jahr würden noch fünf Geschäftsstellen in der Ostschweiz erneuert. Danach sei der Umbauprozess in dieser Region abgeschlossen.

«Für die meisten Bauarbeiten wurden lokale Unternehmen beauftragt», erklärt der Privatkundenleiter. Mit diesem und anderen Zeichen wolle die UBS zum Ausdruck bringen, dass ihr der Heimmarkt und der Privatkundenbereich wichtig seien.