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Twitter-König und Ex-Pirat

Im Web 2.0 ist Marcel Baur eine anerkannte Grösse: Über 1400 User folgen ihm auf Twitter. Das sind siebenmal mehr als Stadtpräsident Thomas Scheitlin und 200 mehr als SP-Nationalrätin Barbara Gysi folgen. «Ich würde diese Zahl nicht zu hoch bewerten», sagt Baur bescheiden.
Luca Ghiselli
Bild: Luca Ghiselli

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Im Web 2.0 ist Marcel Baur eine anerkannte Grösse: Über 1400 User folgen ihm auf Twitter. Das sind siebenmal mehr als Stadtpräsident Thomas Scheitlin und 200 mehr als SP-Nationalrätin Barbara Gysi folgen. «Ich würde diese Zahl nicht zu hoch bewerten», sagt Baur bescheiden. Twitter sei auf nationaler Ebene eher von Bedeutung als in der Lokalpolitik. Nützlich sei hingegen sein Blog, den er seit einiger Zeit fleissig betreibt.

Dort äussert er sich pointiert über Lokalpolitisches wie den Bahnhof Nord, die Parkplatzsituation in der Innenstadt und das Güterbahnhofareal. Baur bezeichnet sich selbst als «Liberaler mit sozialem Gewissen». Fakten sind ihm als Basis für jede politische Diskussion wichtig. Deshalb finden sich auf seiner Homepage zahlreiche Auswertungen und Statistiken. Die Parkplatz-Auslastung in städtischen Tiefgaragen ist ebenso aufgelistet wie die Anzahl Fahrzeuge, die pro Tag durch den Schorentunnel rollen. Mobilität ist eines der Kernthemen von Marcel Baur. Von der kürzlich von bürgerlichen Parteien lancierten Mobilitätsinitiative hält er aber nichts: «Mit ihr hätten wir erst recht eine <Staustadt>.»

Baur, der vor vier Jahren noch auf der Liste der Piratenpartei kandidierte, will nun für die GLP ins Stadtparlament. Erst vor kurzem ist er den Grünliberalen beigetreten; noch im Februar hatte er als Parteiloser für den Kantonsrat kandidiert. «Bei den Piraten ist es wegen ihren Kernthemen fast unmöglich, Lokalpolitik zu betreiben.» Stadtpolitik ist es aber, die Marcel Baur am meisten begeistert.

Der 44jährige IT-Projektleiter findet, die Stadt müsse mehr aus ihren Möglichkeiten machen. «Vom Bahnhof St. Fiden über das Platztor bis hin zum Bahnhof Nord haben wir in den nächsten Jahren die Chance, Weichen für die Zukunft der Stadt zu stellen.» Besonders beim Bahnhof St. Fiden müsse eine Lösung gefunden werden, die möglichst alle Interessengruppen zufriedenstelle. «Schnellschüsse sollten wir aber vermeiden», sagt Baur. Es sollten Lehren gezogen werden aus den Schwierigkeiten beim Bahnhof Nord. «Auf jeden Fall müssen wir vermeiden, dass dort eine Abzocker-Liegenschaft entsteht, die nur Partikularinteressen dient.»

Die Stadt ist Marcel Baurs Lebensmittelpunkt. Seine ganze Familie lebt, arbeitet und lernt hier. Auch deshalb will der Vater von zwei Kindern künftig im Stadtparlament mitbestimmen.

Am 25. September wird das Stadtparlament neu gewählt. Das Tagblatt stellt bis dahin täglich einen neu antretenden Kandidaten vor.

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