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Turnverein Berg ist jung geblieben

Der TV Berg feierte am Samstag das 40-Jahr-Jubiläum mit einem ganztägigen Fest. Es gab ein Plauschprogramm, eine Festwirtschaft und ein Galadiner. Das Befinden des Vereins lässt vermuten, dass er noch viel älter werden kann.
Fredi Kurth
Mitglieder des TV Berg geben vollen Einsatz am Plauschwettkampf zum 40-Jahr-Jubiläum. (Bild: Ralph Ribi)

Mitglieder des TV Berg geben vollen Einsatz am Plauschwettkampf zum 40-Jahr-Jubiläum. (Bild: Ralph Ribi)

BERG SG. Mit aktuell 77 Mitgliedern plus jenen der Jugiriege scheint der Turnverein Berg eine kleine Organisation zu sein. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl der Gemeinde von rund 850 benützt aber doch ungefähr jeder zehnte Bergler das vielseitige Angebot.

«Bei uns stehen eher das Spiel und die sportliche Bewegung als das ursprüngliche strikte Turnen im Vordergrund», sagt Präsident Daniel Brandes. Das Jahresprogramm liest sich fast wie die Agenda eines Fitnessclubs mit Hang zu Modesportarten: Wakeboarden, Beachvolleyball, Volleyball, Bergtour, Brunch, Chlausabend, Skiweekend, Kartfahren kommen darin vor.

Der Harassturm zu Berg

In ähnliche Richtung zielte am Samstag auch das Tagesprogramm von «40 Jahre TV Berg» auf der Schul- und Sportanlage. Ein Plauschwettkampf mit zehn Posten zog sich wie ein roter Faden durch den Ablauf. Zehn Gruppen à vier bis sechs Personen, egal welchen Alters, hatten sich angemeldet. Auf das Startsignal via Lautsprecher setzte an den einzelnen Posten reges Treiben ein.

Da zogen Eltern ihr Kind auf einem Plastikschlitten Richtung Basketballkorb, in welchen es den Ball hineinzuwerfen versuchte. Anderswo war eine Gruppe mit einer Leiter auf einem verzwickten Slalomparcours unterwegs. Spektakulär präsentierte sich Posten drei, wo ein Teilnehmer oder eine Teilnehmerin, gesichert durch ein Seil, einen Harass nach dem andern aufeinanderstapeln musste – bis der Turm zusammenbrach.

Bis einer pausieren muss

An vier Abenden in der Woche können sich die Mitglieder sportlich betätigen. Und der Alltag des TV Berg, Mitglied des Schweizerischen Turnverbands (STV), korrigiert den Eindruck, dass es primär um Spass und Geselligkeit geht. Am Montag üben die Aktiven auch an den Geräten. Am Mittwoch ist Volleyball in gemischten Teams angesagt. Am Donnerstag findet Volleyball für U30-Mitglieder statt, am Freitag Unihockey und Fussball – jeweils in der Halle oder bei schönem Wetter auf dem grünen Rasen.

«Es kommt vor, dass ein junger Wilder zwei oder dreimal in der Woche erscheint – bis er wieder mal pausieren muss», sagt Stefan Brandes, Kassier und Homepage-Bearbeiter. Sein Vater ist der Cousin des Präsidenten. Andreas Brandes, der Sohn des Präsidenten, organisierte den Plauschwettkampf.

Präsident Daniel Brandes freut sich, dass generell die Jungen im Vorstand die Initiative übernommen haben und mit viel Phantasie am Werk sind. The Mountain Kinds der Musikgesellschaft Berg bestritten den Unterhaltungsteil der Mittagspause. Das Galadiner mit fünf Gängen wurde im Entrée des Schulhauses von Vereinsmitgliedern serviert. Ein parallel ausgetragenes DOG-Turnier stand für den spielerischen Charakter des Anlasses.

Leichter Zwang zur Gründung

Daniel Brandes war 1976 selber noch ein Vertreter der jungen Generation, als der TV Berg gegründet wurde. Er hat das Gedeihen des Vereins somit von der ersten Stunde an als Mitglied erlebt. «Seit ungefähr acht Jahren bin ich Präsident», sagt er so nebenbei. Eine der lustigsten Episoden betrifft die Vereinsgründung selbst. Vor 40 Jahren wurde das Schulhaus gebaut. «Es ging um die Turnhalle. Wenn wir Sport-Toto-Gelder für deren Finanzierung erhalten wollten, konnten wir das nur über einen Sportverein tun. Also gründeten wir den Turnverein.» Am Anfang bestand nur die Männerriege.

Einmal nahm der Turnverein sogar an einem Eidgenössischen Turnfest teil. Wieder an Festen zu erscheinen ist das noch ferne Ziel. Dafür müsste mehr an den Geräten und gymnastisch trainiert werden. An einer Voraussetzung fehlt es nicht: «Die Jungen haben wieder mehr Freude am Geräteturnen als auch schon», sagt Daniel Brandes. Und jung ist der Verein selber auch noch.

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