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Tunnelvariante wird konkret

Im November 2010 erfolgte der Durchbruch in der Diskussion um die Linienführung der Appenzeller Bahnen im Riethüsli. Die Zufahrt zum Tunnel soll über die Riethüslistrasse führen. Nun liegt das neue Auflageprojekt vor, samt Terminplan.
Fredi Kurth
Das Südportal des Ruckhalde-Tunnels mit neuer AB-Haltestelle Riethüsli am Anfang der Riethüslistrasse. Links über dem Portal liegt die Bushaltestelle Riethüsli, rechts das Gewerbliche Berufsschulzentrum. (Bild: Visualisierung: Appenzeller Bahnen)

Das Südportal des Ruckhalde-Tunnels mit neuer AB-Haltestelle Riethüsli am Anfang der Riethüslistrasse. Links über dem Portal liegt die Bushaltestelle Riethüsli, rechts das Gewerbliche Berufsschulzentrum. (Bild: Visualisierung: Appenzeller Bahnen)

Die Bilder sind frappierend, weil so echt, als ob das Riethüsli-Quartier bereits umgebaut worden wäre: Die Haltestelle, der Tunnel, der Zug, der durch die Riethüslistrasse fährt. Gestern haben die Appenzeller Bahnen (AB) die Unterlagen an die Medien versandt. Das Projekt sieht vor, dass die Züge durch die Riethüslistrasse fahren, an der neuen Haltestelle bei der Busendstation stoppen und etwas weiter östlich als ursprünglich vorgesehen in den Ruckhalde-Tunnel einfahren.

«Das neue Projekt hat gegenüber dem ersten einige Vorteile», sagt der St. Galler Stadtrat Fredy Brunner, der im Verwaltungsrat der Appenzeller Bahnen sitzt. Nicht zuletzt muss der Verkehr während der Bauphase nicht in Wohngebiete des Quartiers umgeleitet werden. So ist zu verstehen, weshalb sich am 10. November letzten Jahres an der Infoveranstaltung 200 Anwesende bei wenigen Gegenstimmen für die neue Variante ausgesprochen haben. «Wir hoffen jetzt, dass aufgrund solcher Zustimmung das Ruckhalde-Projekt realisiert werden kann», sagt AB-Mediensprecher Alexander Liniger.

Auch Kantone müssen zahlen

Der Abschnitt Riethüsli ist Teil der neuen Durchmesserlinie von Appenzell über Gais, Teufen, St. Gallen, Speicher nach Trogen. Die Kosten sollen 90 Millionen Franken betragen, davon 51 Millionen Franken allein der Abschnitt Ruckhalden–Riethüsli. Der Anteil des Bundes beträgt 41 Millionen Franken, jener der Kantone 49 Millionen.

In den Kantonen St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden entscheiden die Parlamente über ihren Beitrag, in Appenzell Innerrhoden die Stimmbürger an der Landsgemeinde 2013.

Erfolgen Einsprachen?

Die Änderungen im Vergleich zum Auflageprojekt von 2009 werden im Spätherbst dieses Jahres aufliegen. Im Frühsommer 2012 soll die Plangenehmigung vorliegen. Der Baubeginn ist für Herbst 2014 geplant. Zwei Jahre später soll das Werk mit Bahnbau und Umgestaltung vollendet sein. Ab diesem Herbst laufen für das überarbeitete Teilprojekt nochmals die üblichen Bewilligungsverfahren. Die Appenzeller Bahnen hoffen nun auf weniger Einsprachen, obwohl gemäss neuer Planung die Bewohner der Mehrfamilienhäuser an der Riethüslistrasse benachteiligt sind: Die Gleise versperren den Zugang zu den Garagen.

Hier soll aber Ersatz geschaffen werden, in Form von Parkplätzen und anderen Garagen. Und der Lärm soll mit «Körperschalldämpfung» eingedämmt werden. «Ausserdem gleitet das neue Rollmaterial eher leise über die Schienen, die Züge benötigen kein Zahnrad mehr», sagt Fredy Brunner.

Bei den neuen Kompositionen handelt es sich um Niederflurzüge der neuesten Generation. Sie werden zusammen mit den Zügen der Strecke von St. Gallen nach Trogen zum Einsatz kommen. Das Rollmaterial kostet nochmals 50 bis 70 Millionen Franken, wird aber durch die AB über den Kapitalmarkt finanziert.

Ausgabe so oder so nötig

Fredy Brunner ist auch deshalb vom Projekt überzeugt, weil der Staat gleich viel aufwenden müsste, wenn es nicht käme. Die Strecke müsste dann ebenfalls renoviert werden, zum Beispiel die alten Übergänge. Das Zahnrad bliebe bestehen, wodurch teureres Rollmaterial angeschafft werden müsste. Und dann würde der Unterhalt langfristig auch mehr Geld verschlingen. Seite 31

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