Tulpenbäume statt Parkplätze

Der Umbau der Poststrasse ist fast fertig. Die grauen Parkplätze sind weg. Noch diesen Monat kommen die Gärtner. 29 Bäume werden Strasse und Grabenpärkli säumen.

Kathrin Reimann
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Die neugestaltete Poststrasse: Noch fehlen die Bäume. (Bild: Reto Voneschen)

Die neugestaltete Poststrasse: Noch fehlen die Bäume. (Bild: Reto Voneschen)

«Die Bauarbeiten an der Poststrasse sind fast abgeschlossen», sagt Notker Schmid, Bereichsleiter Verkehr beim städtischen Tiefbauamt. Für 1,5 Millionen Franken wurde sie saniert und umgestaltet. Wegen eines instabilen Untergrunds hatte sich die Strasse abgesenkt, was zu Rissen im Belag führte. Im Februar hatten die Arbeiten begonnen: Bäume an der Poststrasse und entlang des Grabenpärklis wurden gefällt, Gas-, Strom- und Wasserleitungen verlegt und die Trafostation beim Grabenpärkli umgebaut. Ab Juli wurde die Fahrbahn zwischen Schützengasse und Waisenhausstrasse um drei Meter verschmälert, um Platz für breite Trottoirs zu schaffen. Zwischen Waisenhausstrasse und Grabenpärkli wurde die Strasse verbreitert und mit Fahrspuren ergänzt.

Schönes, buntes Grabenpärkli

Die – immer gut belegten – Parkplätze an der Poststrasse sind verschwunden. Wer in diesem Bereich der Stadt parkieren will, soll dies künftig in den Parkgaragen unter der Webersbleiche und dem Rathaus tun. Anstelle der alten Parkplätze sind zwei Parkiergelegenheiten für Behinderte entstanden. Für Fussgänger gibt es jetzt mehr Raum, eine Flaniermeile, Bänkli sowie 29 neue Bäume. Ahorn, Tulpen- und Zürgelbäume sowie Scheinakazien werden in die, noch leeren, Erdgruben gepflanzt. «Eine Allee im klassischen Sinne gibt es zwar nicht, dafür aber Baumgruppen auf jeder Seite der Strasse», erklärt Notker Schmid.

Christoph Bücheler, der Chef des Gartenbauamtes, begründet die Wahl der Baumarten: «Da auf der Poststrasse viele Busse und Postautos fahren, brauchen wir schlanke aufrechte Bäume.» Ansonsten sei die Gefahr gross, dass die Baumkronen in die Fahrleitungen wachsen könnten. Auch das Grabenpärkli am Ostende der Poststrasse wird neu bepflanzt. «Leider mussten wir dort eine sehr schöne Esche fällen», sagt Bücheler. Auch hier werden künftig Tulpen- und Zürgelbäume sowie Scheinakazien in den Himmel wachsen. «Ungefähr im Frühling – je nach Witterung – wird das Pärkli dann noch mit Hecken und Stauden vervollständigt», erklärt Bücheler. Das Schlussresultat solle schön und bunt daherkommen.

Letzter Feinschliff 2012

Abgeschlossen werden die Bauarbeiten an der Poststrasse im nächsten Jahr: «Die bepflanzten Baumgruben werden mit einer Art Splittbeton abgedeckt», erklärt Notker Schmid. Danach ist die Neugestaltung vollendet.