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TÜBACH: Kanton gibt grünes Licht

Es kommt Bewegung ins Projekt Zentrumswiese. Das kantonale Baudepartement lehnt den Rekurs der katholischen Kirche gegen den Gestaltungsplan ab. In einem anderen Punkt gibt es der Rekurrentin jedoch recht.
Linda Müntener
Auf der Dorfwiese im Tübacher Zentrum ist eine Überbauung mit 72 Wohnungen und Geschäftsräumen geplant. (Bild: Linda Müntener)

Auf der Dorfwiese im Tübacher Zentrum ist eine Überbauung mit 72 Wohnungen und Geschäftsräumen geplant. (Bild: Linda Müntener)

Linda Müntener

linda.muentener@tagblatt.ch

Kein anderes Projekt hat Tübach in den vergangenen Jahren derart bewegt wie die Überbauung der Zentrumswiese. Diskussionen, Leserbriefe, eine Unterschriftensammlung, Einsprachen. Ein Rekurs der Katholischen Kirchgemeinde ist seit zwei Jahren beim kantonalen Baudepartement hängig. Jetzt liegt der Entscheid vor, wie Gemeindepräsident Michael Götte auf Anfrage bestätigt. Der Kanton lehnt den Rekurs gegen den Gestaltungsplan der Überbauung ab.

Die Fortimo Invest AG will zusammen mit der Im Bumert AG auf der 12000 Quadratmeter grossen Dorfwiese im Zentrum eine Überbauung realisieren. Vorgesehen sind sieben zwei- und dreigeschossige Gebäude mit 72 Wohnungen und Gewerberäumen. Ein Grossprojekt. Oder wie Michael Götte zum Planungsbeginn sagte: «Die grösste Entwicklung, die Tübach je gesehen hat und je sehen wird.» Anders als Planer, Gemeinderat und kantonale Stellen beurteilt die Katholische Kirchgemeinde die Überbauung nicht als «vorzüglich». Hauptstreitpunkte sind die Grösse der Überbauung und die Flachdächer. Den Charakter des historischen Dorfteils müsse man erhalten. Die Kirchgemeinde hatte deshalb Einsprache gegen den Gestaltungsplan erhoben. Gegen den ablehnenden Entscheid des Tübacher Gemeinderats reichte sie im August 2015 Rekurs beim Baudepartement des Kantons St. Gallen ein. Dieses lehnt den Rekurs nun ab. Der Ortsbildschutz sei im Rahmen der Projektbeurteilung durchaus gebührend mitberücksichtigt worden. Der Kanton beurteilt das Vorgehen der Bauherrschaft mit Projektwettbewerb und «kompetenten Preisrichtern» als «vorbildlich».

«Das macht mich persönlich sehr froh», sagt Christoph Lutz, Vertreter der Im Bumert AG. «Der Entscheid des Kantons ist klar. Die Argumente der Kirche wurden in allen Punkten widerlegt.» Lutz hofft, dass die Verantwortlichen nun «Vernunft walten lassen». Einem Weiterzug ans Verwaltungsgericht rechnet er wenig Chancen aus. «Ein solcher würde das Projekt lediglich weiter verzögern.» Die Rekurrentin hat 14 Tage Zeit, um den Entscheid an das Verwaltungsgericht weiterzuziehen. Verzichte sie darauf, werde man so rasch wie möglich mit den Investoren die Baueingabe aufgleisen, sagt Lutz. Die Bauarbeiten könnten demnach frühestens Mitte 2018 starten.

Kirche wehrt sich erfolgreich gegen geplanten Fussweg

Während der Kanton den Rekurs gegen den Gestaltungsplan ablehnt, heisst er einen Punkt gegen den Teilstrassenplan gut. Die Kirchgemeinde hat sich somit erfolgreich gegen den Fussweg gewehrt, der durch ihr Gartenareal führen sollte. «Für den Gemeinderat wäre der Weg auf diesem öffentlichen Platz am richtigen Ort», sagt Michael Götte. Den Entscheid des Kantons könne er aber nachvollziehen. Sollte in die Überbauung ein Geschäft von öffentlichem Interesse einziehen, brauche es langfristig eine sinnvolle Erschliessung. Der Gemeinderat sei in dieser Sache nach wie vor gesprächsbereit und offen für Alternativen.

Kirchgemeindepräsident Marko Muzek war gestern bis Redaktionsschluss für eine telefonische Stellungnahme nicht erreichbar.

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