Tuberkulose, Sauerbrut und AOC-Weine

ST. GALLEN. Im Bereich Tiergesundheit war das Jahr 2014 im Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen im Kanton St. Gallen geprägt von weiteren Abklärungen auf Tuberkulose in Rinderbetrieben, nachdem im Herbst 2013 in je einem Betrieb in St.

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ST. GALLEN. Im Bereich Tiergesundheit war das Jahr 2014 im Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen im Kanton St. Gallen geprägt von weiteren Abklärungen auf Tuberkulose in Rinderbetrieben, nachdem im Herbst 2013 in je einem Betrieb in St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Thurgau ein Seuchenfall aufgetreten war. Wie es im gestrigen Communiqué der Staatskanzlei heisst, brachten die Nachuntersuchungen im Frühjahr und Herbst 2014 keine weiteren infizierten Tiere zum Vorschein. Die Sömmerungsvorschriften für Vorarlberg wurden verschärft: Die Rinder wurden nach ihrer Rückkehr unter Sperre gestellt und auf Kosten der Tierhalter auf Tuberkulose getestet.

Weniger Tiere gesömmert

Die Zahl der im Ausland gesömmerten Rinder ging dadurch massiv zurück; nach über 900 Tieren im Jahr 2013 wurden 2014 noch insgesamt 147 Tiere aus vier Betrieben im Vorarlberg gealpt. Bei der Untersuchung nach der Rückkehr wurden keine verdächtigen Resultate festgestellt. Um eine Einschleppung der Tuberkulose über das Wild möglichst frühzeitig zu erkennen, wurden im St. Galler Oberland während der Jagd Hirsche auf Tuberkulose untersucht. Alle Proben waren unverdächtig. Die Überwachung wird in den nächsten Jahren weitergeführt.

133 Bienenvölker vernichtet

In grossen Teilen des Kantons traten sporadisch Sauerbrutfälle bei den Bienen auf. Ein grösserer Herd wurde im Obertoggenburg saniert. Wegen Sauerbrut- oder Faulbrutbefall wurden 133 Völker (Vorjahr 166) vernichtet. Ein Drittel betraf das Sarganserland, ein weiteres Drittel das Obertoggenburg – der Rest trat im übrigen Kantonsgebiet auf.

Seit vier Jahren wird die Kontrolle der St. Galler AOC-Weine durch das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen durchgeführt – diese erfüllten die rechtlichen Anforderungen gut, heisst es in der Mitteilung. Bei der Untersuchung von 21 Käsen wurden in keiner Probe die gefährlichen enterohämorrhagischen E. coli nachgewiesen. Von neun untersuchten Sonnenschutzmitteln wurde eine Probe beanstandet, weil der Breitbandschutz ungenügend war. (red.)

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