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Trotz Neubau bleiben Fragen

ST.GALLEN. Hauptsache, der Neubau der Riethüsli-Halle startet endlich? Oder hätte man nach der Warterei auch gleich mögliche Schuldige ermitteln sollen? Die Meinungen sind gespalten – klar ist nur: Die neue Halle sieht aussen gleich aus wie die alte.
Daniel Klingenberg
Warten auf den Wiederaufbau: Die Arbeiten für die neue Riethüsli-Turnhalle beginnen voraussichtlich im März 2012. (Bild: Ralph Ribi)

Warten auf den Wiederaufbau: Die Arbeiten für die neue Riethüsli-Turnhalle beginnen voraussichtlich im März 2012. (Bild: Ralph Ribi)

Die Einstellung des Strafverfahrens gegen zwei am Bau der Riethüsli-Turnhalle beteiligte Personen gibt weiter zu reden. Dabei trifft man auf zwei Haltungen. In Kommentaren auf Tagblatt-Online möchte der «Mann von der Strasse» wissen, ob jemand und wer Schuld trägt, dass die Dachträger der eingestürzten Halle zu schwach ausgelegt wurden. Die Verfahrenseinstellung wird daher kritisiert. Pragmatisch orientierte Zeitgenossen sagen, es gehe nicht darum, eine «Hexenjagd» zu veranstalten, sondern die Halle möglichst rasch wieder aufzubauen (siehe Kasten). Weil die Versicherungen bezahlen, ist die Finanzierung gesichert. Dass die Staatsanwaltschaft den Fall ad acta legt, bekommt Einverständnis.

Druck aus dem Kantonsrat

Unterschiedliche Haltungen dazu sind auch in der 15köpfigen vorberatenden Kommission des Kantonsrats zu finden: bei Peter Boppart (CVP) und Michael Götte (SVP). Ins Leben gerufen wurde die Kommission im Frühjahr auf Initiative von Boppart. Aus Ärger: «Es war für uns unverständlich, dass der Kanton nicht vorwärtsmachte bei dem Geschäft.»

Entsprechend ist der an der Berufsschule in St. Gallen unterrichtende Andwiler zufrieden: «Es ist gut, dass nun gebaut wird.» Aber dass dafür mehr als zwei Jahre verstrichen, sei «unglaublich». Die Verfahrenseinstellung sei sinnvoll, weil es dadurch «in der Sache», dem Neubau, vorwärtsgehe. «Vor allem für Berufsschüler und Sportvereine bin ich froh.»

Götte: «Einfach fallengelassen»

Auch Michael Götte aus Tübach, Präsident der vorberatenden Kommission, kritisiert das Tempo des Kantons. Nachdem man nun schon so lange gewartet habe, sei es aber nicht nachvollziehbar, dass das Verfahren einfach «fallengelassen» werde. Die Ursache sei klar, daher gebe es wohl auch Schuldige.

Aussprache in der Session

Die vorberatende Kommission wird, nachdem sie sich zu einer einzigen Sitzung traf, aufgelöst. Sie hat nämlich gar kein Geschäft: Der Turnhallenneubau kostet den Kanton weniger als drei Millionen Franken, was in der Kompetenz der Regierung liegt. Der Neubau kommt also nicht in den Kantonsrat. Darüber geredet wird aber schon noch. In der Septembersession erstattet Kommissionspräsident Michael Götte Bericht.

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