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TROGEN: Skilift soll trotz Rechtsstreits laufen

Wegen eines Rechtsstreits zwischen Skilift AG und Grundstückbesitzer stand der Skilift Trogen letzten Winter still. Eine Einigung ist noch in weiter Ferne. Trotzdem wurde der Skilift nun aufgebaut.
Der Skilift Trogen stand vergangenes Jahr still. (Bild: PD)

Der Skilift Trogen stand vergangenes Jahr still. (Bild: PD)

Überraschend wurde der Skilift in Trogen im November aufgebaut. Und dies, obwohl noch keine Einigung mit dem Grundstückbesitzer möglich war. Das Verfahren liegt aktuell beim Kanton. «Falls in ein paar Wochen der Entscheid gefällt wird, wollen wir parat sein», sagt Caspar Auer, Verwaltungsratspräsident der Skilift Trogen-­Breitenebnet AG. Die Bügel können nur bei trockener Witterung aufgehängt werden. Ohnehin tendiere man dazu, den Skilift diese Winter einfach laufen zu lassen. Vergangene Saison stand er vorübergehend still.

Auer hofft, «dass uns der Kanton Priorität einräumt.» Ein Signal in diese Richtung gebe es allerdings nicht. Seit Ende ­August ist der Entscheid hängig. Das Problem: Der Grundstück­besitzer möchte, um seine Schafe zu schützen, sichere Zäune aufstellen. Ein entsprechendes Baugesuch reichte er bei der lokalen Baukommission wie auch beim Kanton ein. Für die Beurteilung von Baugesuchen innerhalb der Wintersportzone ist die Gemeinde zuständig, die Landwirtschaftszone liegt in der Entscheidungshoheit des Kantons. Die Frage ist nun, welche Zone prioritär gewichtet wird.

Wer haftet bei Unfällen auf und neben der Piste?

Fällt der Kanton einen Entscheid für die Wintersportzone, können die Zäune nicht aufgestellt werden. Zwischen 15. November und 1. März darf nichts die Zugänge zu einer Wintersportzone behindern. Wird die Landwirtschaftszone mehr gewichtet, dürfen die Zäune errichtet werden. Zwar würden diese ausserhalb der Pisten aufgestellt, dennoch haben sie Konsequenzen für den Skilift­betrieb. «In einer Wintersportzone gehen die Leute davon aus, dass keine Hindernisse auf und neben den Pisten sind. Gibt es solche und es kommt zu Unfällen, muss geklärt werden, wer haftbar gemacht wird», sagt Auer. Die Zäune wären ­solche Hindernisse. Die Gemeinde lehnte das Baugesuch denn auch ab. Daraufhin reichte der Grundstückbesitzer Rekurs beim Kanton ein. Dieser Entscheid steht nun aus. «Wir haben etwas Dampf gemacht, dass die Entscheidung möglichst rasch getroffen wird», sagt Auer. Zumindest wurden nun die Zuständigkeiten geklärt: Dass die Gemeinde das Baugesuch abgelehnt hatte, war gar nicht zulässig. Der Kanton müsse das Baugesuch in ­erster Instanz beurteilen. Der Entscheid der Gemeinde wurde somit aufgehoben.

«Schützt» der Kanton in seinem Entscheid die Wintersportzone, können die Skiliftbetreiber aber noch nicht aufatmen. Denn nach wie vor verfügt die Skilift AG über kein im Grundbuch ein­getragenes Recht für den Bestand der Skiliftanlage, der Beleuchtungsmasten sowie der Pisten auf dem Grundstück. Entsprechende Dienstbarkeitsverein­barungen wurden nie erstellt. Auf den guten Willen seitens des Grundstückbesitzers ist man daher angewiesen. Doch die Verhandlungen stehen bis zum Entscheid des Kantons still. (az)

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