Treibstoff für die Welt der Mode

Die Stadt St. Gallen hat soeben die 6. Ausgabe ihres Standortmagazins herausgebracht. Die Publikation der Standortförderung dreht sich um das Thema Textil, das die Stadt St. Gallen seit rund 800 Jahren prägt.

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Das Textilzimmer im Radisson Blu Hotel ziert das Cover. (Bild: pd/Stadt St. Gallen)

Das Textilzimmer im Radisson Blu Hotel ziert das Cover. (Bild: pd/Stadt St. Gallen)

Treibstoff. Das ist der Titel der neuesten Ausgabe des Standortmagazins der Stadt St. Gallen, das alle sechs Monate erscheint. Das Thema Textil prägt die Stadt seit acht Jahrhunderten, ist verknüpft mit der internationalen Modewelt und findet sich in massgeblichen Innovationen wieder. Odilia Hiller, Reporterin bei der «Ostschweiz am Sonntag», berichtet unter dem Titel «Glamour, Qualität und High-Tech: Textile Verführung an der Weltspitze» über den Erfindungsgeist der Textilstadt St. Gallen, deren textiles Know-how sowie deren Textilunternehmen Jakob Schläpfer, Forster Rohner AG, Inter-Spitzen AG, Bischoff Textil AG und Akris. In ihrem Bericht zitiert Odilia Hiller auch Martin Leuthold, Kreativdirektor des Textilunternehmens Jakob Schläpfer. Er sagt: «Es verändert sich alles. Ab es hört nicht auf. Das ist das Geheimnis der St. Galler Textilindustrie. Seit 800 Jahren.» Martin Leuthold wurde 2013 mit dem Grand Prix Design des Bundesamtes für Kultur für sein Lebenswerk geehrt. Hiller bezeichnet ihn als Philosophen unter den St. Galler Textilern.

Schönes Kriemler-Interview

Martin Leuthold ist nicht die einzige spannende Figur, mit der sich Odilia Hiller für das Standortmagazin der Stadt unterhielt. Sie führte auch ein Interview mit Albert Kriemler, Designer und Kreativdirektor von Akris. Auch Kriemler ist Träger des Grand Prix Design (2008). Zu den Kunden des Familienunternehmens Akris zählen Michelle Obama, Charlène von Monaco, Nicole Kidman oder Cecilia Bartoli. Hiller fragte Albert Kriemler, inwiefern der Standort St. Gallen ein Vorteil sei für sein kreatives Schaffen. Kriemler: «St. Gallen ist ein Ort, der eine hohe Professionalität und Internationalität mit der Möglichkeit zu Arbeit in grosser Konzentration und einer gesunden Lebensweise in grossartiger Natur verbindet.» Das sei beim hohen Termindruck, unter dem Kreativteams heute stünden, sehr wichtig.

Einblick und Standpunkt

Andrea Geiser schreibt zudem über das Leben einer Kohlefaser. Und Idil Doguoglu-Posey geht der Frage nach: «Ist St. Gallen schuld daran, dass ich die Modedesignerin wurde, die ich heute bin?» Sie wurde hier geboren und arbeitet heute als Modedesignerin und Grafikerin in New York und San Francisco. (dwi)

www.stadtsg.ch/standortmagazin