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TREFFPUNKT: Kirchen-Café lanciert

Die Evang.-reformierte Kirchgemeinde Rorschach orientiert die Kirchbürger über den Stand des Projekts «Kirchgemeinde gastlich», das einen Neubau mit Café vorsieht.
Werner Nef

Werner Nef

redaktionot@tagblatt.ch

An der Kirchgemeinde im Frühjahr orientierte die Kirchenvorsteherschaft über das Konzept für ein Kirchencafé, dem ein Machbarkeitskredit zugesprochen wurde. Mit diesem Café möchte die Kirchgemeinde die hervorragende Lage beim neu auszubauenden Haltepunkt der SBB Rorschach Stadt nutzen und sich der Bevölkerung öffnen. Damals war die Rede von drei Varianten. Ein Anbau an das alte Pfarrhaus, ein Anbau ans bestehende EKZ oder die Erstellung eines Pavillons schienen möglich. Inzwischen mussten diese drei Projekte aus verschiedenen Gründen fallen gelassen werden. Die Renovation des alten Pfarrhauses verschlingt allein in den nächsten Jahren gut 1 Million Franken. Trotzdem bleibt es ein Altbau.

Es zeichnete sich immer deutlicher eine vierte Variante ab. Zwei Mitglieder des Ateliers Loryplatz schlugen vor, das alte Pfarrhaus, das als Verwaltungsgebäude genutzt wird, abzubrechen und durch einen Neubau mit Café zu ersetzten. So wird genügend Platz geschaffen, um sich der Bevölkerung gastlich zu präsentieren. Bei ungezwungenen Diskussionen öffnen sich Gelegenheiten, mit der Kirche in Kontakt zu treten. Vielleicht wird man dabei von der einen oder anderen Veranstaltung aus dem reichhaltigen Angebot zum Teilzunehmen angeregt.

Kirchenvorsteherschaft ist Orientierung wichtig

Das käme der Botschaft von Pfarrer Patrick Marchlewitz entgegen, der unter «reformiert vorwärts» genau das versteht, nämlich den Menschen mit offenen Händen und Herzen zu begegnen, ohne sie zu belehren, aber ihnen einen Lebensraum zu bieten, in dem sich jeder wohl fühlt.

An einer Orientierung nach dem Gottesdienst wurde dieses Projekt vorgestellt, damit sich interessierte Kirchbürger bereits heute mit diesem Bauprojekt auseinandersetzen können, denn man wollte nicht bis zur nächsten Kirchbürgerversammlung zuwarten, um dort die Mitglieder vor vollendete Tatsachen zu stellen. Im Frühjahr beabsichtigt die Kirchenvorsteherschaft über einen definitiven Projektierungskredit abzustimmen, so dass im Frühjahr 2019 über den Baukredit entschieden und die Baubewilligung eingeholt werden kann.

Der Neubau wird mit 2 Millionen Franken veranschlagt. Dies entspricht in etwa auch dem Betrag der ersten drei Varianten inklusive Renovation des alten Pfarrhauses. Wie die Finanzverwalterin Corinne Fokkens aufzeigte, darf mit einem grossen Beitrag von der Kantonalkirche gerechnet werden. Wenn die Abschreibungen auf nur fünf Jahre reduziert werden und der Steuerfuss begrenzt auf diese Zeit um zwei Prozent erhöht werden kann, sieht sie während der Abschreibzeit trotzdem eine positive Bilanz vor, weil die Zuschüsse so am höchsten ausfallen.

Idee ist im Kanton nicht neu

Zum Schluss entstand eine rege Diskussion, bei der sich auch Skeptiker zu Wort meldeten. Dass das Café nebst einem Angestellten mit Freiwilligen betrieben werden soll, löste Bedenken aus. Auch die Sorge, ob eine genügende Nachfrage vorhanden ist, wurde an die Kirchenvorsteherschaft herangetragen. In Rorschach sind gemütliche Cafés eher Mangelware und mit dieser Idee ist man nicht alleine im Kanton St. Gallen. In Eschenbach, Gossau und Wittenbach können die Rorschacher bereits praktische Erfahrungen und wertvolle Tipps einholen.

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