Traurig, aber wahr – Müll ist geduldet

Abfallhalde statt Minigolfanlage Ausgabe vom 10. April 2015

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Gemäss Zeitungsbericht ist es dem Gemeindepräsidenten von Rorschacherberg bewusst, dass zwischen Strandbad Rorschach und Fischzuchtanstalt eine Müllhalde den Weg nach Staad verunziert. «Der Abfall gefährdet niemanden», ist die lapidare Begründung, weshalb Rorschacherberg diese Müllansammlung duldet. Von «Lagerung von gewissen Materialien» kann keine Rede sein. Das ist schlicht und einfach illegale Müllentsorgung. Das zeigen die Bilder im Tagblatt deutlich. Im Sommer werden Tausende mit ihren Fahrrädern Rorschach passieren oder in der Jugendherberge nächtigen. Viele von diesen benützen den Weg hinter dem Strandbad und erhalten von der Stadt Rorschach einen miserablen Eindruck. Solche Müllhaufen entlang von Wegen und Strassen sieht man höchstens noch in stark verarmten Ländern. Der schlechte Eindruck fällt auf die Stadt Rorschach. Wer weiss schon, dass der Streifen am See zu Rorschacherberg gehört? So ist es meiner Reisegruppe gegangen, mit der ich vor drei Wochen den Weg hinter dem Strandbad benützte. Schade um die positiven Entwicklungen der vergangenen Jahre in der Stadt Rorschach.

Aus meiner Sicht darf man von der Behörde Rorschacherberg erwarten, dass sie zusammen mit der SBB als Grundstückbesitzerin die Beseitigung des Mülls bis zum Beginn der Fahrradsaison einleitet. Wie vernachlässigt dieser Abschnitt ist, zeigt auch die alte Fahrverbotstafel mit Ausnahmebewilligungen für Zufahrten zu Stürm und Roco. Es war einmal – vor gut 40 Jahren. Damals hat man aber rund ums Strandbad noch aufgeräumt.

Alfred Zahner, Tulpenstrasse 10, 9200 Gossau

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