Träumen von einer Piazza

Der Zustand des Marktplatzes macht niemandem Freude. Trostlos, ein Flickwerk, ohne Konzept. Gerne träumen wir davon, den Marktplatz neu zu gestalten und im Sonnenschein auf der Piazza zu flanieren, einen Kaffee zu trinken.

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Der Zustand des Marktplatzes macht niemandem Freude. Trostlos, ein Flickwerk, ohne Konzept. Gerne träumen wir davon, den Marktplatz neu zu gestalten und im Sonnenschein auf der Piazza zu flanieren, einen Kaffee zu trinken. Dabei vergessen wir nur zu gerne, dass wir nicht im sonnigen Süden leben und zu einem attraktiven Begegnungsort in St. Gallen neben der Sonne noch einiges fehlt. Etwa ein Angebot an Frischprodukten. Wo bleibt auf diesem Marktplatz der Markt? Und das nicht nur während den wenigen schönen Sonnentagen, sondern wenn es – was in St. Gallen hie und da vorkommen soll – regnet oder schneit?

Von einer bequemen und sicheren Umsteigestelle für den öffentlichen Verkehr ist das vorliegende Projekt weit entfernt. Das Umsteigen wird mühsamer und braucht mehr Zeit. Im Abstimmungsbüchlein wird festgehalten, dass ein Rückstau in die Rorschacher Strasse eine Konsequenz wäre, wenn die Haltestellen am bisherigen Ort belassen würden. Mit elektronischen Mitteln wäre dieses Problem wohl auch zu lösen.

Diese Ungereimtheiten, zusammen mit dem konzeptfreien Taubenloch, machen es schwer, das Projekt zu unterstützen, das auch viele gute Elemente enthält. Mit einem Nein wahren wir uns die Chance, irgendwann aus dem Marktplatz einen Begegnungsort zu machen.

Elisabeth Zwicky Mosimann

Stadtparlamentarierin FDP

Guisanstrasse 1a, 9010 St. Gallen

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