«Touristenmassen nerven immer»

Viele wissen bereits, wo sie in diesem Sommer die Ferien verbringen. Andere sind noch am Planen. Wieder andere wissen, dass es heuer keine Ferien mehr gibt. Wunschziele hat aber fast jede und jeder.

Text: Hasan Can Tutal Bilder: Noemi Heule
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Bild: Adrian Hostettler, 50 Lichtgestalter, St. Gallen

Bild: Adrian Hostettler, 50 Lichtgestalter, St. Gallen

Wann ich Ferien mache, ist nicht entschieden, zwei bis drei Wochen werde ich aber sicher in Griechenland oder Asien verbringen. Man sehnt sich gerade in dieser Jahreszeit nach Wärme. Obwohl ich dank meiner Kenntnisse in Englisch und Thailändisch die Gegenden mittlerweile zu kennen glaube, kann ich auch immer wieder Neues aus Kultur und Geschichte der Einheimischen lernen und entdecken.

Ende August unternehme ich eine zehntägige Reise nach Kreta und Santorini. Mir gefällt dort vor allem die Kultur und die Natur. Deshalb werde ich vor allem wandern. Ich finde es wichtig, die Griechen zu unterstützen. Daran habe ich mein Ferienziel angepasst. Was ich überall hin mitnehme, ist mein Hobby, das Fotografieren. Auf die Bilder freue ich mich jetzt schon.

In den Sommerferien werden wir mit der Familie hoffentlich Angola, unser Heimatland, besuchen. Das ist auch für uns eine sehr spezielle Destination, da wir diese Reise als Familie bis jetzt noch nie unternehmen konnten. Ich freue mich besonders auf meine Verwandten und Bekannten. In den Ferien geht es mir vor allem um Abwechslung vom Alltag. New York steht auch deshalb ganz oben auf meiner Wunschliste der Ferienziele.

Dieses Wochenende werde ich heiraten. Ich habe deshalb momentan anderthalb Wochen Ferien und stehe am Ende der Hochzeitsvorbereitungen. Nach der Hochzeit am Samstag gehen wir für eine Woche nach Sardinien. Geplant war eigentlich das Tirol, doch das Meer hat uns dann doch mehr gefehlt als angenommen. Sonst mache ich gerne Surfferien auf Bali und hoffe, in dieser Disziplin immer etwas besser zu werden.

Anfang Juni fahre ich nach langer Pause wieder einmal nach Heviz zum Kuren. Der Ort mit seinem See mit warmem Mineralwasser liegt in Ungarn. Er ist eine gute Nachtfahrt mit dem Bus von St. Gallen entfernt. Nach meiner Pensionierung verbrachte ich einige Zeit immer vier Monate im Jahr im Tessin. Der Sommer dort ist etwas vom Schönsten. Einen Wunsch, den ich mir wohl aufgrund meines Alters nicht mehr erfüllen kann, ist es, nach Südafrika und Patagonien zu reisen.

Dieses Jahr Ferien zu machen, liegt wohl leider nicht mehr drin. Ich muss mich jetzt vor allem um mein Baby kümmern. Gerne würde ich wie jedes Jahr kleine Ausflüge in den Alpstein, an den Bodensee oder in die Innerschweiz unternehmen. Da kommen wir dann jeweils bei Familie und Bekannten unter und gehen viel auf Wanderungen. Und auch Besuche in den Kulturhochburgen Paris und Berlin stehen noch auf meiner Wunschliste.

In den Sommerferien unternehmen wir eine einwöchige Velotour durch Holland. Fünf Etappen sind geplant. Hoffentlich kommen wir überall rechtzeitig an. Ich fahre zwar gerne auf dem Velo, aber nur wenn es nicht bergauf geht. Wenn ich zurück komme, stehen noch ein Sommerlager in Graubünden und viele Badi-Besuche auf dem Programm. Danach beginnt für mich die Sekundarschule, was mich zwar schon jetzt ein wenig nervös werden lässt, doch davon lass ich mir die Sommerferien nicht verderben. Meine Traumdestination: Australien.

Seit ich ein Teenager bin, zieht es mich in den Norden. Meine Besuche in Island, England und Schottland haben dieses Gefühl nur noch verstärkt. Im Norden fühlte ich mich immer wohl – doch momentan sieht es mit Ferien in diesem Jahr schlecht aus. Gross verreisen liegt einfach nicht drin. Ich vermisse deshalb jetzt schon das Farbenspiel und die Wanderungen durch die einzigartigen Gegenden der Länder im Norden. Dabei spielt das Wetter für mich lediglich eine untergeordnete Rolle. Touristenmassen nerven aber immer.

Ich habe momentan Pfingstferien. Weil ich im Thurgau in die Kanti gehe, bin ich auch der einzige in der Familie, der gerade Ferien «geniesst». Nächsten Dienstag beginnt die Schule wieder und damit starten auch die Semesterprüfungen. Ansonsten segle ich gerne mit meinem Vater auf dem Bodensee oder bin bei Familienferien dabei. Ein Tip meiner Freunde, der in meinem Kopf «Wurzeln geschlagen» hat, wäre Indien. Den Kulturschock zu erleben, reizt mich besonders, meine Mutter aber weniger, weshalb wir diese Reise wohl vorerst verschieben müssen.

Am Pfingstsonntag fahre ich schon zum 16. Mal nach Mallorca. Aber sicher nicht an den Ballermann. Viel lieber nehme ich mir eine zweiwöchige Auszeit im Westen der Insel, an einem kleinen ruhigen Plätzchen namens Sant Elm. Unser Hotel liegt praktisch am Strand und ist einen Katzensprung von den Wanderrouten der Umgebung entfernt. Hier kann man stundenlang wandern, ohne einer einzigen Menschenseele zu begegnen.

Diesen Sommer verbringe ich die Ferien zusammen mit meiner Partnerin am Neuenburgersee. Das machen wir mittlerweile schon regelmässig. Meine bisher interessanteste Geschäftsreise führte mich nach Israel. Ich selbst finde es etwas übertrieben, immer weiter entfernte Destinationen besuchen zu wollen. So ziemlich alles, was mich dort erwarten könnte, ist nämlich auch vor meiner eigenen Haustüre zu finden. Unsere Nachbarländer bieten genug Abwechslung für meinen Geschmack. Oder wie Goethe es bereits sagte: «Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.»

Bild: Adrian Hostettler, 50 Lichtgestalter, St. Gallen

Bild: Adrian Hostettler, 50 Lichtgestalter, St. Gallen

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Bild: Adrian Hostettler, 50 Lichtgestalter, St. Gallen

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Bild: Adrian Hostettler, 50 Lichtgestalter, St. Gallen

Bild: Adrian Hostettler, 50 Lichtgestalter, St. Gallen

Bild: Adrian Hostettler, 50 Lichtgestalter, St. Gallen

Bild: Adrian Hostettler, 50 Lichtgestalter, St. Gallen

Bild: Adrian Hostettler, 50 Lichtgestalter, St. Gallen

Bild: Adrian Hostettler, 50 Lichtgestalter, St. Gallen

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Bild: Adrian Hostettler, 50 Lichtgestalter, St. Gallen

Bild: Adrian Hostettler, 50 Lichtgestalter, St. Gallen

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Bild: Adrian Hostettler, 50 Lichtgestalter, St. Gallen

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