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TOURISMUS: Touristen strömen nach St. Gallen

Die Stadt St. Gallen hat 2017 bei den Logiernächten um 13,5 Prozent zugelegt. Die Aufenthaltsdauer der Gäste ging dagegen weiter zurück. Hier will der Tourismusdirektor ansetzen.
Daniel Wirth
Familie Li fotografiert in der Kathedrale. Touristen aus China machen 1,5 Prozent der Logiernächte in der Stadt St. Gallen aus – Tendenz steigend. (Bild: Coralie Wenger)

Familie Li fotografiert in der Kathedrale. Touristen aus China machen 1,5 Prozent der Logiernächte in der Stadt St. Gallen aus – Tendenz steigend. (Bild: Coralie Wenger)

«Das ist eine sehr erfreuliche Geschichte», sagt Thomas Kirchhofer, der seit gut einem halben Jahr Direktor von St. Gallen-Bodensee Tourismus ist. Er meint damit den überdurchschnittlichen Anstieg der Logiernächte. In der Tourismusregion St. Gallen-Bodensee wurden voriges Jahr 436000 Logiernächte gezählt - mit 246000 mehr als die Hälfte davon in der Stadt St. Gallen. Touristen aus Nah und Fern strömten 2017 in die Gallusstadt. «St. Gallen entwickelt sich zu einer klassischen Destination im Segment Städtereisen», sagt Kirchhofer. Das sei auch der Lohn für die Arbeit seines Vorgängers Frank Bumann, der St. Gallen-Bodensee Tourismus Mitte 2017 nach rund vier Jahren verliess. Der erfahrene Walliser Touristiker war in St. Gallen nicht unbestritten. Im Gegenteil: Er wurde teils heftig kritisiert, vor allen Dingen wegen seiner Asien-Strategie. Aber: Die Zahlen der Gäste aus China und Korea seien nach wie vor am Steigen, sagt Kirchhofer. Mit einem Anteil von 1,5 Prozent an den Logiernächten in der Stadt St. Gallen ist China in der Rangliste 2017 auf dem 7. Rang gelandet. Am meisten ausländische Gäste kamen letztes Jahr aus Deutschland nach St. Gallen; sie machten gut 14 Prozent der Logiernächte aus.


Gut die Hälfte der Gäste sind Schweizer

Gut die Hälfte aller Übernachtungen in Hotels gehen in der Stadt und in der Tourismusregion St. Gallen-Bodensee auf das Konto von Schweizer Gästen. «Die Stadt St. Gallen ist sozusagen der Hub der Region St. Gallen-Bodensee», sagt Kirchhofer. Der Stiftsbezirk, der Unesco-Weltkulturerbe ist, und die Geschichte der Textilindustrie kämen im Moment gut an, sagt Kirchhofer.

Noch seien rund vier Fünftel der Gäste in der Stadt St. Gallen Geschäftsreisende. Der Anteil von Freizeittouristen wachse in St. Gallen nicht gleichermassen wie etwa in Zürich, wo bereits von einem grundlegenden Wandel im Tourismus gesprochen wird.

So oder so: Ein Anstieg von 13,5 Prozent bei den Logiernächten ist nicht für Kirchhofer und sein Team von St. Gallen-Bodensee Tourismus eine «erfreuliche Geschichte». Es ist erst ein paar Wochen her, seit das Stadtparlament die jährlichen Beiträge an die Organisation mehr als verdoppelt und neu bei 880000 Franken festgesetzt hat. Das Plus im Jahr 2017 bei den Logiernächten dürfte auch bei der Politik und bei der Standortförderung Zufriedenheit auslösen. Mit dem zusätzlichen Fördergeld erhält St. Gallen-Bodensee Tourismus neue Möglichkeiten, die Stadt und die Region als Tourismusdestination zu entwickeln.

Die Aufenthaltsdauer geht weiter zurück

Im Durchschnitt kommen auf einen Gast, der St. Gallen besucht, 1,87 Logiernächte. Dieser Wert sinkt seit Jahren kontinuierlich - und bereitet Sorge. «Wir müssen alle Anstrengungen unternehmen, damit die Gäste länger in der Region bleiben», sagt Thomas Kirchhofer. Es müsse gelingen, erklärt der Tourismusdirektor, dass Gäste aus dem In- und Ausland, die wegen des Stiftsbezirks und der Geschichte der Textilindustrie die Stadt St. Gallen besuchten, sich auch die Sehenswürdigkeiten in der Region anschauten. «Wir müssen ihnen diese Möglichkeiten aufzeigen und leicht zugänglich machen».


Rorschach ist das Sorgenkind

In der gesamten Tourismusregion St. Gallen-Bodensee wurden im vergangenen Jahr 436000 Logiernächte gezählt; das sind 45000 oder 11,5 Prozent mehr als 2016. Das ist ein überdurchschnittlicher Anstieg. Zum Vergleich: In der gesamten Schweiz kletterten die Logiernächte im vergangenen Jahr um 5,2 Prozent auf 37,4 Millionen, wie das Bundesamt für Statistik mitteilte.

Die gesamte Tourismusregion Ostschweiz dagegen lag 2017 mit einem Zuwachs von lediglich 0,3 Prozent oder 5000 auf 1,9 Millionen Logiernächte deutlich hinter den boomenden Regionen Bern (+8,2 Prozent), Tessin (+7,7), Wallis (+6,9), Basel (+6,9) oder Zürich (+6,0).

Innerhalb der Tourismusregion St. Gallen-Bodensee ist die Teilregion Rorschach das Sorgenkind: Hier gingen die Logiernächte 2017 um 8,5 Prozent retour. Eine Erklärung dafür hat Tourismusdirektor Thomas Kirchhofer nicht. (dwi)

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