Toleranz gegenüber Intoleranten

«Sturheit ist kein guter Ratgeber», 12.6.2013

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«Sturheit ist kein guter Ratgeber», 12.6.2013

Die Forderung nach Schulunterricht mit Kopftuch, die von den herzigen kleinen Somalierinnen in Heerbrugg mit kindlicher Naivität vertreten und dann mit dem Argument «ich trage mein Kopftuch gerne» auch durchgesetzt wurde, zeigt einiges auf. Die Schulverwaltung wollte unterschiedliche religiöse und politisch-gesellschaftliche Ansichten aus dem Unterricht heraushalten. Durch den Haupteingang wird solchen Ansichten jedoch jetzt wieder Zutritt gewährt. Die Kopfbedeckung und/oder Verschleierung ist ein Zeichen. Das sind Symbole des politischen Islam, der nun unter dem Deckmantel der Glaubensfreiheit in der Schule Einzug hält.

Der St. Galler Stadtrat Markus Buschor vergleicht das von einem Bauernmädchen während seiner Schulzeit getragene Kopftuch mit obigem Problem. Der Vergleich hinkt gewaltig: Das Bauernmädchen wollte sicher nicht als Freiheitskämpferin auf ihre religiösen oder politischen Ansichten aufmerksam machen. Die beiden Mädchen aus Heerbrugg werden jetzt von islamisch-politischer Seite als Rebellinnen und Freiheitskämpferinnen gefeiert.

Die nächsten Forderungen des politischen Islam kommen so sicher wie das Amen in der Kirche. Sie lauten mit 99,9prozentiger Wahrscheinlichkeit: spezieller Schwimmunterricht oder gar kein Schwimmunterricht für Mädchen. Oder schulfrei an islamischen Feiertagen; die anderen Schüler haben an christlichen Feiertagen ja auch frei. Oder unter dem Stichwort islamische Fastenzeit die Forderung nach Ferien während des Ramadan. Grund: Die Schülerinnen und Schüler sind immer so müde, wenn die Eltern fasten und erst nach Sonnenuntergang gegessen wird. Noch ein Argument für alle Juristen und Politiker. Es gibt viel zu tun, packen wir es an. Wir sind ja alle voller Toleranz und Duldsamkeit gegenüber den herzigen Intoleranten.

Anton Lutz

Reggenschwilerstrasse 28

9402 Mörschwil