Toggenburger wehren sich für Kanti in Wattwil

Erstaunt bis erschreckt zeigen sich Toggenburger Kantonsräte und Wattwiler Gemeindevertreter über die «Kehrtwende» der St. Galler Regierung in Sachen Standortevaluation für den Neubau der Kanti Wattwil.

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Erstaunt bis erschreckt zeigen sich Toggenburger Kantonsräte und Wattwiler Gemeindevertreter über die «Kehrtwende» der St. Galler Regierung in Sachen Standortevaluation für den Neubau der Kanti Wattwil. Bis Sommer 2013 galt als sicher, dass diese wieder in Wattwil zu stehen kommt – trotz Forderungen von Kantonsräten aus dem Linthgebiet, die seit Jahren auf eine dortige Kanti drängen.

Klar scheint, dass das jetzige Gebäude nicht mehr saniert, sondern ein Neubau realisiert wird. Dass die Regierung diese Evaluation auch auf das Linthgebiet ausgedehnt hat, veranlasst den Bütschwiler CVP-Kantonsrat Karl Brändle zu einer Einfachen Anfrage, die er in der Session von kommender Woche einreichen will. Darin verlangt er genauere Auskunft über die Motive der Regierung zur Erweiterung der Standortsuche. Brändle betont, die Kantonsschule in Wattwil sei für die Region enorm wichtig, «bringt sie doch Wertschöpfung, interregionalen Austausch und kulturelle Vielfalt.»

Der St. Galler Regierungspräsident Stefan Kölliker relativiert auf Anfrage: Die Regierung stehe nach wie vor zum Bildungsplatz Wattwil. «Im Rahmen des politischen Prozesses werden wir jedoch auch über alternative Standorte Auskunft geben müssen. Diesbezüglich haben wir unsere Hausaufgaben gemacht», sagt er. (hak)