Toggenburger Umfahrungen ausgebremst

St. Gallen. Der vom Kantonsrat verabschiedete Bau zweier Umfahrungsstrassen im Toggenburg für 323 Millionen Franken steht vor einer roten Ampel: Die Sektion St. Gallen-Appenzell des Verkehrs-Clubs der Schweiz (VCS) hat Einsprache eingereicht gegen die Strassenbauprojekte.

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St. Gallen. Der vom Kantonsrat verabschiedete Bau zweier Umfahrungsstrassen im Toggenburg für 323 Millionen Franken steht vor einer roten Ampel: Die Sektion St. Gallen-Appenzell des Verkehrs-Clubs der Schweiz (VCS) hat Einsprache eingereicht gegen die Strassenbauprojekte.

Neuverkehr nicht berücksichtigt

Der VCS zweifelt laut gestrigem Communiqué an der 50prozentigen Entlastungswirkung der geplanten Strassen.

Gleichzeitig fordert er eine rechtliche Bindung der flankierenden Massnahmen zur Verkehrsreduktion in den Dorfdurchfahrten in Wattwil und Bütschwil. Die Berechnungen des zukünftigen Verkehrsaufkommens im Toggenburg vernachlässigen laut dem VCS, dass eine «attraktive neue Verbindung» zusätzlichen Verkehr generieren werde. Es sei damit zu rechnen, dass Verkehrsteilnehmer nach der Umsetzung der Umfahrungsprojekte vermehrt Routen durch das Toggenburg wählen würden.

Keine Volksabstimmung

Der Kantonsrat hatte den beiden Umfahrungsstrassen im September vergangenen Jahres zugestimmt; das linksgrüne Lager hatte die Vorlagen erfolglos bekämpft. Die Grünen wollten die Vorlagen vors Volk bringen; sie brachten aber zu wenig Unterschriften zusammen und brachen die Aktion im Januar ab. (sda/red.)

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