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«Think-Tisch» hinter dem Bahnhof

Am «Tisch hinter den Gleisen» im Spanischen Klubhaus werden Ideen für die Entwicklung des Areals Hauptbahnhof Nord gesammelt. Nach den Kauf des Klubhauses durch die Stadt hoffen die Initianten, dass der «Tisch» noch bedeutender wird.
David Gadze
Der «Tisch hinter der Gleisen» ist eine Art Denkfabrik für die Entwicklung des Areals Hauptbahnhof Nord. (Bild: Urs Bucher)

Der «Tisch hinter der Gleisen» ist eine Art Denkfabrik für die Entwicklung des Areals Hauptbahnhof Nord. (Bild: Urs Bucher)

Der Entscheid der Stadt, das Spanische Klubhaus und die beiden Nachbargebäude in der Lagerstrasse zu erwerben, hat die bereits verschlossen geglaubte Türe für eine Gesamtlösung in jener Häuserzeile wieder geöffnet (Tagblatt vom Freitag). Doch die Diskussionen um die Zukunft des Gebietes Hauptbahnhof Nord werden jetzt erst recht weitergehen. Da nun der Stadt die Häuserzeile von Klubhaus bis zur Fachhochschule gehört, lässt sich politischer Druck bei der Planung der Neuüberbauung und der städtebaulichen Weiterentwicklung des ganzen Areals aufbauen. Ideen werden auch am «Tisch hinter den Gleisen» im Spanischen Klubhaus geschmiedet. Und geht es nach den Initianten, sollen einige davon in die Planung einfliessen.

Eine Plattform für Ideen

Der «Tisch» wurde im Dezember von einer Gruppe von neun Personen aus der Stadt St. Gallen ins Leben gerufen. Dies mit der Idee, die Federführung bei der Entwicklung des Areals der Direktion für Bau und Planung entziehen und der Bevölkerung übertragen zu wollen. Eine Bürgerbewegung also? Nicht ganz. «Wir wollten in erster Linie eine Plattform schaffen, an der die Bevölkerung diskutieren und eigene Ideen für das Gebiet Hauptbahnhof Nord einbringen und entwickeln kann», sagt Matthias Rickli, einer der Gründer des «Tisches hinter den Gleisen».

Die Initianten selber verfolgen weder ein konkretes Ziel noch diktieren sie das Vorgehen. «Wichtig ist einfach, dass die Bevölkerung am Entscheidungsprozess teilhaben kann», sagt Mitgründer Niklaus Reichle. Am «Tisch» sollen die Ideen konkretisiert und danach weiterverfolgt werden können – allenfalls mit anderen Teilnehmern, aber in Eigenregie. Beim «Tisch hinter den Gleisen» handelt es sich also eher um einen Think-Tank – oder besser gesagt um einen «Think-Tisch» – als um eine Bürgerbewegung.

Megaphon für die Bevölkerung

Die «Tisch»-Gründerinnen und -Gründer erhoffen sich vom Kauf der Häuserzeile mit dem Klubhaus durch die Stadt eine neue Gesprächsgrundlage. «In der Diskussion um die Neuüberbauung ist die Stimme der Bevölkerung im Kanon der ökonomischen Interessen untergegangen. Der <Tisch> soll dazu beitragen, sie wieder hörbar zu machen», erläutert Matthias Rickli. Die Erwartung an die Stadt ist klar: Im angekündigten partizipativen Verfahren zur «Erarbeitung einer städtebaulichen Idee» und zur Aufwertung des öffentlichen Raums hinter dem Hauptbahnhof sollen auch einige der am «Tisch» entwickelten Ideen zumindest begutachtet werden.

Im «Tisch»-Blog kann man sie bereits jetzt jederzeit einsehen. Vom Generationen-Wohnen über Urban Gardening bis zu Veranstaltungen in temporär aufgestellten Frachtcontainern vor dem Klubhaus – die an den bisherigen fünf Treffen gesammelten Ansätze sind vielfältig. Eins haben sie gemeinsam: die Forderung nach einer Belebung des Areals «hinter den Gleisen».

Den «Tisch» in die Stadt tragen

Die Initianten schliessen nicht aus, den «Tisch» dereinst auch in andere Stadtteile zu tragen. «Die Stadtveränderung betrifft nicht nur jene, deren Quartier sich gerade wandelt, sondern alle Bewohner der Stadt», sagt Matthias Rickli. Letztlich sässen ja alle am gleichen Tisch.

tischhinterdengleisen.wordpress.com

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