Thementag zum Matriarchat der Mosuo in China

Am Samstag, 12. September, 9 bis 17 Uhr, findet in der Bibliothek Hauptpost ein Thementag zu den Mosuo statt. Gemäss Mitteilung bietet ein Dokumentarfilm Gelegenheit zum Kennenlernen des südwestchinesischen Volkes.

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Am Samstag, 12. September, 9 bis 17 Uhr, findet in der Bibliothek Hauptpost ein Thementag zu den Mosuo statt. Gemäss Mitteilung bietet ein Dokumentarfilm Gelegenheit zum Kennenlernen des südwestchinesischen Volkes. Die Filmemacherinnen Uscha Madeisky, Daniela Parr und Dagmar Margotsdotter werden im Anschluss für Fragen zur Verfügung stehen. Zudem werden die Experten Kurt Derungs und Barbara Pade anwesend sein.

Eine bedrohte Lebensweise?

Laut Christina Schlatter vom Matri-Archiv, das die Veranstaltung organisiert, seien die Mosuo das letzte matriarchale Volk Südwestchinas. Die etwa 40 000 Menschen würden demnach auf der Grundlage einer von Frauen geführten Landwirtschaft leben. Erwachsene Kinder blieben im Hof der Mutter, dem jeweils eine Frau vorstehe. Angesichts der Gefährdung durch die Ideen des Lamaismus, das Gebot zur Monogamie, Fernsehkonsum und westliche Vorbilder, aber auch durch den Wegzug der Söhne stelle sich die Frage nach dem Überleben dieses Matriarchats.

Informationen sind auf www.matriarchiv.ch verfügbar. Anmeldungen sind bis 1. September an mail@matriarchiv.info zu richten. (pd/eha)