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Theater im Schaufenster

Schlüsselübergabe im Ex-Ex-Libris: Nach dem Amt für Aufschwung mietet Theaterpädagogin Beatrice Mock den Rorschacher Kulturraum. Geplant sind Theateraufführungen, Konzerte und ein regionaler Theaterpädagogik-Tag.
Lea Müller
Beatrice Mock aus Rorschach plant im Kulturraum Ex-Ex-Libris Theaterveranstaltungen und Konzerte. (Bild: Ursina Ghilardi)

Beatrice Mock aus Rorschach plant im Kulturraum Ex-Ex-Libris Theaterveranstaltungen und Konzerte. (Bild: Ursina Ghilardi)

RORSCHACH. Das gemeine Theaterpublikum ist sich an perfekt einstudierte Szenen und auswendig gelernte Dialoge auf der Bühne gewohnt. Vom Ächzen und Stöhnen während der Proben erfährt es nichts. Und selten wird es Zeuge von echter Improvisation. Im Rorschacher Kulturraum Ex-Ex-Libris soll sich das nun ändern. Die Passanten im Rorschacher Stadtzentrum werden in diesem Monat unverhofft zu Zuschauern in der ersten Reihe, zu Statisten oder gar zu Protagonisten.

Kennenlernen und vernetzen

Die Stadt hat der Theaterpädagogin Beatrice Mock aus Rorschach den Kulturraum im ehemaligen Ladengeschäft Ex Libris vermietet. «Ich bin immer auf Suche nach spannenden, kleinen Bühnenräumen», sagt Beatrice Mock. Die Bühne im Stadthofsaal sei für viele Aufführungen schlicht zu gross. Und je länger, je weniger reize es sie, in Schulhäusern zu spielen. Als Stadtrat Ronnie Ambauen ihr vom Kulturraum Ex-Ex-Libris erzählt habe, sei sie sofort Feuer und Flamme gewesen: «Hier sieht jeder, dass etwas los ist», sagt sie. Passantinnen und Passanten hatten bereits Gelegenheit, dem Theater Appenzeller Vorderland mit der Rorschacherin Claudia Wirth bei den Proben zuzuschauen. Im Monat September hat Beatrice Mock nun fünf Veranstaltungen geplant.

Bereits am kommenden Samstag steht der erste Anlass auf dem Programm. Zusammen mit Angélique Anderegg und Mario Franchi organisiert Beatrice Mock den ersten regionalen Theaterpädagogik-Tag in der Ostschweiz. Etwa 15 Theaterpädagoginnen und Theaterpädagogen treffen sich, um sich kennenzulernen, sich zu vernetzen und gemeinsam Visionen zu entwickeln. «Theaterpädagogen und ihre Arbeit sind wenig bekannt», sagt Beatrice Mock. Die Tagung solle helfen, dies zu ändern. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutieren etwa, wie sie zu Aufträgen kommen und wie aus einer Idee eine Aufführung wird.

Erzähltes spontan umsetzen

Höhepunkt des Programms ist der Auftritt des Playback-Theaters aus St. Gallen am 20. September. Es handelt sich dabei um improvisiertes Theater: Die Schauspielerinnen und Schauspieler stellen Geschichten aus dem Publikum szenisch dar. Zu einem bestimmten Thema erzählt jemand Alltagsgeschichten, Erlebnisse oder Träume. Dann darf der Erzähler oder die Erzählerin den Schauspielern eine Rolle zuordnen. Diese versuchen dann, das Erzählte spielerisch umzusetzen. «Manchmal gelingt es super, manchmal weniger», sagt Beatrice Mock und lacht. Speziell sei, dass das Publikum den Entstehungsprozess der Szenen und die schauspielerische Improvisation miterleben könne. Für den Auftritt in Rorschach hat sich die Gruppe das Thema «Umbruch» ausgesucht.

Theater mit Instrumenten

Ergänzt wird das Theaterprogramm im Ex-Ex-Libris mit Konzerten. Am 15. September tritt das Flötenensemble Klangfarb auf. Die Goldacherin Brigitte Hiltpold, der Rorschacher Thomas Kuster und die Herisauerin Silvia Tomasi bringen laut Beatrice Mock alle Flöten mit, die sie spielen können.

Am 22. September treffen Adelina Fillis Kontrabass und Barbara Wehrlis Saxophon aufeinander. Zusammen bilden die zwei Frauen das experimentierfreudige Jazzduo Sonar.

Den Abschluss der Veranstaltungsreihe macht die St. Galler Band Spiel Trieb East am 28. September. «Die Musiker spielen sozusagen Theater mit ihren Instrumenten», beschreibt Beatrice Mock den Stil. Mitglied Martin Müller ist denn auch Musiker des Playback-Theaters.

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