Thalerstrasse soll sicherer werden

Der Gemeinderat von Heiden hat dem Projekt des kantonalen Tiefbauamtes zur Strassensicherung und dem Ausbau der Kantonsstrasse nach Thal zugestimmt. Nach Hangrutschen drängt sich eine Sanierung auf.

Karin Erni
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Eine der Stellen an der Thalerstrasse, die nach den Unwettern von 2013 provisorisch gesichert wurden. (Bild: ker)

Eine der Stellen an der Thalerstrasse, die nach den Unwettern von 2013 provisorisch gesichert wurden. (Bild: ker)

HEIDEN. Die Unwetter im Juni 2013 haben der Thalerstrasse zugesetzt. Gemäss einer Mitteilung des Gemeinderates weist der Strassenzustand Handlungsbedarf auf. Im Abschnitt Engi hatten sich talseitig der Kantonsstrasse mehrere Hangrutschungen ereignet. Die kritischen Stellen wurden provisorisch gesichert und werden laufend durch einen Geologen überwacht. Massnahmen zur Sicherung der Strasse drängten sich gemäss Gemeinderat jedoch auf. Er hat daher dem Projekt zur Strassensicherung und Ausbau von der Einmündung Schwendi bis zur St. Galler Kantonsgrenze zugestimmt.

Moderater Ausbau

Das Projekt sieht einen moderaten Ausbau der Strecke mit einer markierten Strassenbreite von 5,50 Metern vor. Die horizontale Linienführung bleibt aufgrund der engen Platzverhältnisse praktisch unverändert. Auf eine bergseitige Belagsschale, wie sie ab Bahnhof bis zum Einlenker Schwendi besteht, werde mangels Platzes verzichtet, schreibt der Gemeinderat. Für die Verbreiterung und die Sicherungsbauwerke der Strasse müssen rund 280 Quadratmeter Wald definitiv gerodet werden. Das Bewilligungsverfahren für die Rodung wird gemäss der Mitteilung des Gemeinderates aus zeitlichen und organisatorischen Gründen parallel zum Planauflageverfahren der Strasse geführt.

Baubeginn Sommer 2015

Gemäss Artikel 75 des Strassengesetzes leisten die Gemeinden an die Kosten von Bauvorhaben an Kantonsstrassen bei Strecken ausserorts ohne Trottoir einen Beitrag von fünf Prozent, in diesem Fall also rund 170 000 Franken. Die Kosten gelten als gebunden, da sie den Erhalt der Strassenanlage und die Anpassung an die verkehrstechnischen Erfordernisse umfassen, so der Gemeinderat.

Die Grundeigentümer werden durch das kantonale Tiefbauamt informiert, anschliessend wird das Bau- und Auflageprojekt erarbeitet. Nach Projekt- und Kreditgenehmigung durch den Regierungsrat erfolgt die Planauflage. Die Realisierung einer ersten Etappe drängt sich gemäss der Mitteilung des Rates im unteren Abschnitt bei den Rutschungen auf. Mit diesen Arbeiten soll ab Sommer 2015 gestartet werden.