THALERSTRASSE: Mit dem Velo und zu Fuss sicherer

Auf der Durchgangsstrasse Goldach–Buechen plant der Kanton nun auch im östlichen Teil in Rorschacherberg Verbesserungen für Velofahrer und Fussgänger. Hauptziel ist Sicherheit auf dem Schulweg.

Fritz Bichselt
Drucken
Teilen
Für den ansteigenden Teil der Thalerstrasse ist ein Velostreifen auf der Fahrbahn geplant. (Bild: Fritz Bichsel)

Für den ansteigenden Teil der Thalerstrasse ist ein Velostreifen auf der Fahrbahn geplant. (Bild: Fritz Bichsel)

Fritz Bichselt

redaktionot@tagblatt.ch

Die West-Ost-Achse durch Rorschacherberg ist eine kantonale Verbindungsstrasse. Der Abschnitt im Ostteil – die Thaler-strasse – dient aber auch als Weg zum Kindergarten und zur Primarschule Klosterguet sowie zum Oberstufenzentrum an der Heidenerstrasse. Seit Jahren setzen sich Eltern und Anwohner ein für mehr Sicherheit auf diesem Schulweg mit abschnittsweise nur einseitigem Trottoir. Nun hören achtzig Besucher am Informationsabend, was ein Planungsteam sowie Vertreter von Gemeinde und Kanton vorsehen von der Einmündung der Heidenerstrasse bei der Mehrzweckhalle bis zur Einmündung der Wilenstrasse am östlichen Ende der grossen Siedlungen.

Das Konzept entstand aufgrund der Analyse von Schwachstellen und des Verkehrsaufkommens – das mit einem Autobahnanschluss zunehmen würde. Es dient auch ansprechender Gestaltung, wie Gemeindepräsident Beat Hirs erläutert. Verkehrsplaner Urs Schwegler informiert, die Ergänzung der Strasse mit einem Geh- und Radweg (wie an der Goldacherstrasse als Fortsetzung) sei nicht möglich: auf Abschnitten mit Gefälle zu gefährlich; unverhältnismässige Kosten für Stützmauern. Eine Alternative ist das Konzept «Kernfahrbahn» – das Markieren eines ­Velostreifens auf der Fahrbahn. Autos können dann noch kreuzen, Busse und Lastwagen hingen nur, wenn sie auf den Velostreifen ausweichen. Ein solcher ist nun geplant für den ansteigenden Teil Burg- bis Heidenerstrasse. An den weiteren Abschnitten ist ein Streifen nicht möglich wegen Kurven mit Sicherheitslinien oder Platzmangel. Dort sollen Fussgängerstreifen sicherer werden: mit Mittelinseln beim Übergang zur Schulanlage und bei der Wilenstrasse. Dort wollen die Planer zudem die Verzweigung verkleinern – durch Verzicht auf die Abbiegespur und den Fussgängerstreifen – für Beruhigung und bessere Gestaltung.

Anliegen aus der Bevölkerung

Besucher rufen auf, jenen Fussgängerübergang zur Bushaltestelle zu belassen und den Abbau des Abbiegers zu überdenken. Skeptisch äussern sich Diskussionsteilnehmer zu einem Velostreifen, auf den Schwerverkehr ausweicht. Sie schätzen den Anteil der Lastwagen deutlich höher als die Planer; genaue Zahlen gibt es nicht. Gefährliche Situationen am Übergang Klosterguet wegen Eltern, die ihre Kinder zur Schule fahren und beim oder sogar auf dem Fussgängerstreifen halten, sollte es nicht mehr geben: Dank Mittelinsel und Abschrankung am Trottoir wäre ein Halt dort kaum mehr möglich.

Das Konzept geht nun an den Kanton mit dem Antrag, es ins Strassenbauprogramm 2019 bis 2023 aufzunehmen. Zudem kann die Bevölkerung Anliegen einbringen für die spätere Projektierung. Bei Zustimmung des Kantonsrates ist 2020 die Auflage mit Einsprachemöglichkeiten geplant. Gebaut werden kann frühestens ab 2021.