THAL/BUECHEN: Baustelle Gotteshaus

Die Christkönigskirche wird für 3,1 Millionen, die paritätische Kirche für 1,8 Millionen Franken saniert. Gottesdienste finden derweil andernorts statt. Am Herzstück wird zum Schluss Hand angelegt.

Jolanda Riedener
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Jolanda Riedener

jolanda.riedener@tagblatt.ch

In der Gemeinde Thal stehen derzeit gleich zwei Kirchen im Baugerüst: die 1968 erbaute Christkönigskirche auf der Anhöhe von Buechen-Staad und die paritätische Kirche, die seit 1532 von der Katholischen sowie der Evangelischen Kirchgemeinde genutzt wird. Auch im Innern der Gotteshäuser sind Renovationsarbeiten im Gang und nicht – wie üblich – Stille allgegenwärtig.

Die moderne Christkönigskirche wird nach 49 Jahren für 3,1 Millionen Franken saniert. «Die Arbeiten verlaufen nach Plan», sagt Felix Bischofberger, Kirchenverwaltungspräsident der Katholischen Pfarrei Thal. Bischofberger rechnet damit, dass die Renovation im Februar oder März 2018 abgeschlossen ist. In der Zwischenzeit weichen die Gläubigen auf die evangelische Kirche in Buechen aus: Dort wird etwa der katholische Frauengottesdienst am Mittwochmorgen abgehalten. Die Sonntagsgottesdienste finden gemäss Bischofberger in der katholischen Kirche Altenrhein statt.

Auch die Evangelische Kirchgemeinde Thal-Lutzenberg muss auf die Kirche in Buechen ausweichen: «Vor allem Taufen und Trauungen werden in Buechen durchgeführt», sagt Melanie Tobler Dudler, Präsidentin der Evangelischen Kirchgemeinde. Weiter können Gottesdienste während des Umbaus der paritätischen Kirche im Kirchgemeindehaus in Thal abgehalten werden. «Die Übergangslösung funktioniert gut», sagt Tobler. Man habe sich mit den katholischen Kollegen ausserdem gut organisieren können.

Nachhaltig für die nächste Generation renovieren

Die paritätische Kirche Thal wurde in einem ersten Schritt aussen saniert: Natur- und Kunststein wurden repariert, Verglasungen angebracht sowie Spenglerarbeiten am Dach und am Kirchturm durchgeführt. «Die Arbeiten müssen mit grösster Sorgfalt erfolgen. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz, und es soll für die nächste Generation erhalten bleiben», sagt Andreas Betschart, Projektleiter der Baukommission, in der jeweils drei Vertreter der Katholischen sowie der Evangelischen Kirchgemeinde einsitzen.

Zeiger und Zifferblatt der Kirchturmuhr sind demontiert und werden restauriert. Im Innern der Kirche erfolgt unter anderem eine Wärmedämmung. Später wird der Bodenbelag aus Sandstein abgeschliffen. Dazu wurden die Holzbänke abmontiert und ebenfalls saniert. «Heizung, Beleuchtung, Brandschutz und Akustikanlage – alles wird auf den neusten Stand gebracht», sagt Betschart. Letztmals wurde die paritätische Kirche 1976 renoviert. Betschart rechnet, dass die Arbeiten im Dezember abgeschlossen sind und die Kirche für die Weihnachtsfeiern wieder in Betrieb genommen werden kann.

Zum Schluss erfolgt die aufwendige Restaurierung der Orgel, die ebenfalls demontiert und von einem Spezialisten zeitintensiv gestimmt wird. Bis Februar soll auch sie wieder erklingen.