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TEXTILTRADITION: St. Galler Textilfirmen unterstützen Schulen am Kinderfest

Bei den Vorbereitungen fürs Kinderfest werden die Schulen zum zweiten Mal von Textilfirmen unterstützt. Es zeichnet sich ab: Am Umzug wird manch ein Mädchen in St. Galler Stickerei daherkommen.
Christina Weder
Bei den Vorbereitungen fürs Kinderfest sind die Schulen von Textilfirmen unterstützt worden. So auch die Primarschule Boppartshof. (Bild: Urs Bucher)

Bei den Vorbereitungen fürs Kinderfest sind die Schulen von Textilfirmen unterstützt worden. So auch die Primarschule Boppartshof. (Bild: Urs Bucher)

Sie sind blütenweiss, genäht aus Pünktchenstickerei und gesäumt von blauen Blümchen: Die 207 Kinderfestkleider des Schulhauses Boppartshof. Noch hängen sie an Kleiderstangen im Schulhaus. «Es sieht sensationell aus», schwärmt Schulleiterin Romana Müller. Die Kleider sind eigens fürs Kinderfest entworfen und nach Mass genäht worden –für jedes Mädchen im Schulhaus eines. Möglich war dies dank der Unterstützung durch die Textilfirma Union AG.

17 von 18 Schulen werden unterstützt

Das Schulhaus Boppartshof ist eines von 17 städtischen Schulhäusern, die fürs diesjährige Kinderfest mit Textilunternehmen aus der Region zusammengespannt haben. Die Zusammenarbeit ist vor drei Jahren erstmals zustande gekommen – mit dem Ziel, an die Textiltradition des Grossanlasses anzuknüpfen. Mit sichtbarem Erfolg. Am Umzug waren auffallend viele weisse Kinderfestkleider zu bewundern. Damals hatten etwas mehr als 20 Firmen ihre Unterstützung angeboten, darunter auch solche, die Fahnen-, Inkontinenz- oder Polsterstoffe fabrizierten. Sie sind aus der Liste verschwunden. Dieses Jahr sind noch 15 Firmen mit von der Partie, darunter das Modelabel Akris und die Textilunternehmen Okutex, Filtex, Inter-Spitzen, Jakob Schlaepfer, Bischoff Textil und Forster Rohner. Die beiden letzteren haben sich bereit erklärt, je zwei Schulen zu unterstützen.

Die Unternehmen wurden den Schulen in einem «ausgeklügelten Verfahren» zugelost, wie Alan Schmid, der Kinderfest-Verantwortliche bei der Stadt, sagt. Die Schulen würden sehr vielfältig unterstützt. Sei es mit Beratung oder Material. Romana Müller, Schulleiterin im Boppartshof, spricht von sehr guten Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit der Union AG. Das traditionsreiche Textilunternehmen, das Stickereien für Dessous produziert, stellte der Schule Stickereistoff am Laufmeter zur Verfügung. «Wir durften selber auswählen», sagt Müller. Sie hatte genaue Vorstellungen vom Kleid: «Für uns war von Anfang an klar, dass wir traditionell daherkommen wollen: weiss und mit Stickereien.»

Der Schnitt wurde im Schulhaus entwickelt – inspiriert von der Mode der 1960er- und 1970er-Jahre. Genäht wurden die Kleider in der «Kleika», die erwerbslose Frauen auf dem Weg in den Arbeitsmarkt unterstützt. Mit dem Resultat ist Müller sehr zufrieden. Auch das Primarschulhaus Grossacker wird einen traditionellen Auftritt haben. «Wir haben uns sehr gefreut, als uns Jakob Schläpfer zugelost wurde», sagt Schulleiterin Carol van Willigen. Das Textilunternehmen hat dem Lehrerteam einen weissen Stoff mit Bordüren zur Verfügung gestellt. 150 Kleider sind daraus geschneidert worden – ebenfalls in der «Kleika». Sie sind ärmellos, weisen einen einfachem Schnitt und farbige Schulterbändel auf. «Es sieht sehr hübsch aus, der Stoff fällt schön und kommt gut zur Geltung», sagt die Schulleiterin.

Einkaufstaschen für die Aufführung

Eine andere Form der Unterstützung hat das Schulhaus St. Leonhard erhalten. Ihm wurde die Firma Tisca in Bühler zugelost, die textile Bodenbeläge, Gardinen, Möbel- und Dekorationsstoffe, aber auch Sportbeläge produziert. Fürs Leonhard-Schulhaus nähte das Textilunternehmen übergrosse Einkaufstaschen, die während des Bühnenprogramms zum Einsatz kommen.

Das Feldli ist das einzige Schulhaus in der Stadt, das auf eine Zusammenarbeit mit einem Textilunternehmen verzichtet hat. «Wir hatten diesmal eine spezielle Idee für die Performance», sagt Schulleiter Bruno Broder. Diese wurde zusammen mit dem Drum-Duo Bubble ­Beatz vorbereitet. Rhythmisch soll sie werden, gar archaisch. Kübel und Fässer werden zum Einsatz kommen. «Wir gehen als Arbeiter», sagt Broder. Ein traditionelles Kinderfestkleid hätte diesmal nicht gepasst. Aber vielleicht in drei Jahren wieder.

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