Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

TEUFEN: Verspätet wegen Formalität

Eigentlich hätte der Baustart für die Fotovoltaikanlage an der Umfahrungsstrasse bereits vor einem Jahr erfolgen sollen. Bisher wurde aber noch nichts realisiert. Dafür gibt es mehrere Gründe.
An der Stützmauer beim Blitzkasten soll die Fotovoltaikanlage entstehen. (Bild: Ralph Ribi (25. Juli 2014))

An der Stützmauer beim Blitzkasten soll die Fotovoltaikanlage entstehen. (Bild: Ralph Ribi (25. Juli 2014))

Eigentlich war geplant, 2016 mit dem Bau einer Fotovoltaikanlage an der Umfahrungsstrasse zwischen St. Gallen und Teufen zu beginnen. Im April selbigen Jahres hatte die Energie-Genossenschaft Teufen der Öffentlichkeit ihr Projekt vorgestellt. Auf einer Fläche von rund 1700 Quadratmetern würden 1042 Module mit schwarzen Monokristallin-Solarzellen angebracht. Diese wiederum wären in der Lage, 185000 kWh pro Jahr zu erzeugen. Der Strom würde ins Netz der St. Gallisch-­Appenzellischen Kraftwerke AG (SAK) eingespeist. Die Idee: Die Teufner kaufen Module und generieren so «eigene» Energie. Doch realisiert wurde bislang nichts.

Die Fäden wurden im Hintergrund gespannt. Die Baubewilligung liegt vor. Eingegangene Einsprachen wurden geregelt. Das kantonale Tiefbauamt als Besitzerin der Stützmauer hat die Konzession erteilt. Dies zu einem «sehr günstigen Betrag», so Jakob Brunnschweiler, Präsident der Genossenschaft. Die Konzession ist über einen Zeitraum von 30 Jahren gültig – so lange wie die vermutete Lebensdauer der Anlage. Auch um eine KEV-Vergütung wurde angefragt. Die Antwort stehe zwar noch aus, doch die Anmeldung sei gültig. Nun fehlt noch der Entscheid über einen Gemeindebeitrag. Beteiligt sich die Gemeinde, würde der Preis eines Moduls 500 Franken be­tragen, ohne Zuschuss 650.

Formale Schwierigkeiten behoben

Der Gemeinderat hat den Entscheid auf die Sitzung vom 24. Oktober traktandiert. Doch wa­rum erst jetzt? Das Gesuch wurde der Gemeinde im Spätsommer 2016 gesendet. Zuerst mussten formale Hürden bewältigt werden, wie Markus Peter, stellvertretender Gemeindeschreiber, erläutert. Problem: Die «Energie Genossenschaft Teufen» hatte das Gemeindehaus als ihren Sitz im Handelsregister eingetragen. Die Genossenschaft ist aber unabhängig von der Gemeinde. «Der Sitz musste erst verlegt werden. Es braucht hier eine klare Trennung.» Danach wurde von der Genossenschaft eine aktualisierte Finanzplanung verlangt, damit die Risiken besser beurteilt werden konnten. Auch wenn sich die Gemeinde nur über Subventionen beteiligen würde, bestehe eine Pflicht zur Prüfung der unterstützten Angebote, so Peter. Im Juli erfolgte die erste Lesung im Gemeinderat. Aus dieser ergingen Fragen bezüglich Sicherheit und Gestaltung der Anlage. Sämtliche Antworten liegen nun seit Mitte September vor.

Rund 650000 Franken soll der Bau kosten. Geld, das erst noch zusammengetragen werden muss. Brunnschweiler schwebt ein Crowdfunding-­System vor. Wie genau dies vonstatten gehen soll, ist noch ­unklar. Zuerst wolle man den Entscheid der Gemeindeverwaltung ab­warten. «Anschliessend können wir dann endlich loslegen und Sponsoren und Gönner anfragen», so der Genossenschaftspräsident. Und dann wäre auch der definitive Baustart absehbar. Immerhin: Die Ver­zögerung hatte auch ihr Gutes: Der Kaufpreis der Module ist mittlerweile gesunken. 2016 ging man noch von einem Investitionsaufwand von 720000 Franken aus. (red)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.