TEUFEN: Ein Juwel wird aufpoliert

Der Schaugarten des Naturheilkunde-Pioniers Alfred Vogel besteht seit bald 30 Jahren. Jetzt soll die Anlage erneuert werden und ein modernes Besucherzentrum erhalten.

Karin Erni
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In den 1930er-Jahren zog Alfred Vogel von Basel nach Teufen. Im Weiler Hätschen, oberhalb des Dorfes, lebte der Naturheil­kunde-Pionier, schrieb seine ­Gesundheitsbücher und begann, pflanzliche Arzneimittel herzustellen. Heute befindet sich auf dem Areal ein öffentlicher Schaugarten mit 120 Heilpflanzen, in den verschiedenen Gebäuden sind eine Drogerie, ein Bistro, ein kleines Museum, der Bücher- und Zeitschriftenverlag sowie die Beratung für Gesundheitsfragen untergebracht.

Rund 7000 Besucher pro Jahr zählt der Schaugarten. «Die seit 1990 für das Publikum geöffnete Anlage genügt heutigen Bedürfnissen nicht mehr», sagt Clemens Umbricht, Leiter des Verlags A. Vogel. Mit über fünf Millionen Franken will die Al­fred-Vogel-Stiftung die Anlage sanieren und ein Besucherzentrum schaffen. Im Zentrum des Vorhabens stehen eine bequemere Führung durch die Gesamtanlage und die Verbesserung der Infrastruktur. Wie der Heilpflanzengarten künftig ausschauen werde, sei noch Gegenstand von Planungen, so Umbricht. «Wie das neue Besucherzentrum soll auch er, soweit möglich, behindertengerecht sein.» Ziel der Umbauten sei nicht, mehr Besucher nach Teufen zu locken, so Umbricht. «Das Gelände soll eine Oase der Ruhe bleiben und die Grundhaltung Vogels pflegen. Durch das Projekt möchten wir die Besucher diese Werte künftig noch stärker erleben lassen.»

Karin Erni

redaktiongo@tagblatt.ch