Test für den neuen Pausenplatz

Nach den Sommerferien gehen die Kinder des Schulhauses St. Leonhard in einem Provisorium neben dem Tschudiwies ein und aus. Gestern konnten die Kinder einmal ausprobieren, wie sich das anfühlt.

Roger Berhalter
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Kegelfussball neben der Baustelle: Bis Ende Juni soll das dreigeschossige Provisorium auf dem Schulareal Tschudiwies fertig sein. (Bilder: Benjamin Manser)

Kegelfussball neben der Baustelle: Bis Ende Juni soll das dreigeschossige Provisorium auf dem Schulareal Tschudiwies fertig sein. (Bilder: Benjamin Manser)

Das Kindergeschrei auf dem Tschudiwies-Pausenplatz ist an diesem Morgen lauter als sonst. Zum ersten Mal toben sich dort auch die Kinder des Schulhauses St. Leonhard aus. Weil dieses bald saniert wird, gehen die St. Leonhard-Kinder während der nächsten zwei Schuljahre in einem Provisorium neben dem Tschudiwies ein und aus. Auch die Pausen verbringen die Primarschüler künftig gemeinsam. Gestern konnten rund 150 Schülerinnen und Schüler zum ersten Mal ausprobieren, wie sich das anfühlt.

Keine getrennten Zonen

«Wir testen heute eure künftige Schulanlage», sagt Urban Fuchs, Leiter der Primarschule St. Leonhard-Tschudiwies, zur Begrüssung der Kinder. Der Gemeinschaftsanlass sei auch eine Folge der Befragung, welche die Schule zusammen mit dem Jugendsekretariat durchgeführt hat. «Die Kinder haben sich viele gute Gedanken gemacht. Die Auswertung zeigte aber auch, dass Unsicherheiten bestehen», sagt Fuchs. Gibt es künftig getrennte Pausen für Tschudiwies- und St. Leonhard-Kinder? Oder gar getrennte Zonen auf dem Pausenplatz? Ist das Provisorium geheizt und gibt es dort auch WCs? Bleiben die jetzigen Klassen bestehen? Solche und viele weitere Fragen sollte der gestrige «Pausenplatz-Event» klären. In aller Kürze: Nein, es gibt in den Pausen weder getrennte Zeiten noch Zonen. Ja, im Pavillon hat es WCs, und es ist dort auch im Winter warm. Und Urban Fuchs versichert: «Die Klassen bleiben so, wie sie sind. Wir mischen sie nicht neu.»

Im Sommer wird gezügelt

Badetuch-Rennen, Kegelfussball, Gummistiefel-Werfen: An einem Postenlauf haben die Kinder an diesem Morgen viele Gelegenheiten, den neuen Pausenplatz kennenzulernen. Bernadette Mock und Matthias Roth vom Jugendsekretariat haben den Event organisiert und spazieren nun passend zum Thema im gelben Helm und orangen Bauarbeiter-Hosen über den Pausenplatz. Während die Kinder spielen, schüttet nebenan ein Bagger Schotter auf. Die Bauarbeiten zum neuen Provisorium auf dem Tschudiwies-Areal haben in den Frühlingsferien begonnen. Die Betonfundamente für den dreigeschossigen Bau sind fertig, leere Rohrleitungen ragen dort aus dem Boden, wo bis vor kurzem noch die Spielwiese war.

Verläuft alles nach Plan, wird ab Mitte Mai der Pavillon angeliefert, anschliessend ein Geschoss pro Woche auf- und ausgebaut, so dass bis Ende Juni das Provisorium fertig ist. In der ersten Sommerferienwoche wird gezügelt.

Schon jetzt vieles gemeinsam

Schulleiter Urban Fuchs gibt sich zuversichtlich: «Ich bin überzeugt, dass es gut kommt.» Die St. Leonhard- und Tschudiwies-Kinder hätten schon jetzt viele Berührungspunkte wie die gemeinsamen Skilager und Sporttage. Auch auf das Kinderfest bereiten sich die Primarschüler gemeinsam vor. Dieses Verbindende gab Fuchs auch gestern den Kindern mit auf den Weg: «St. Leonhard und Tschudiwies gehören zusammen.»

Urban Fuchs Leiter Primarschule St. Leonhard-Tschudiwies (Bild: Benjamin Manser (Benjamin Manser))

Urban Fuchs Leiter Primarschule St. Leonhard-Tschudiwies (Bild: Benjamin Manser (Benjamin Manser))

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