TERRORANGST: "Scharfschützen sind in St.Gallen kein Thema"

Schweizer Konzert- und Festivalveranstalter diskutieren nach dem Anschlag in Manchester teilweise sogar über Scharfschützen. Nicht so das Open Airs St.Gallen, sagt Sicherheitschef Andreas Mestka. Doch werden auch hier die Kontrollen verschärft.

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Für die Sicherheit der Open-Air-Besucher sorgen in St.Gallen auch dieses Jahr Polizisten in Zivil. (Bild: Benjamin Manser)

Für die Sicherheit der Open-Air-Besucher sorgen in St.Gallen auch dieses Jahr Polizisten in Zivil. (Bild: Benjamin Manser)

Der Anschlag auf Konzertbesucher in Manchester verunsichert auch Schweizer Veranstalter. Einige verschärfen die Sicherheitsmassnahmen. Wie reagiert das Open Air St.Gallen darauf?
Die jüngsten Anschläge sind auch bei uns ein Thema. Da kommen wir leider nicht drumherum. Wir haben jedoch bereits im vergangenen Jahr die Eingangskontrolle verschärft. Zum ersten Mal haben wir mobile Gepäck-Röntgenanlagen eingesetzt. Diese werden auch in diesem Jahr wieder zum Einsatz kommen. Allgemein werden wir die Kontrollen am Eingang verschärfen.

Die Besucher bringen jeweils ihre gesamte Zeltausrüstung ins Sittertobel mit. Können Sie alles kontrollieren?
In St.Gallen stehen wir vor einer besonderen Herausforderung, weil der Zeltplatz und das Konzertgelände am selben Ort sind. Wir werden jedoch die Regeln, was die Besucherinnen und Besucher aufs Gelände mitnehmen dürfen, nicht ändern.

Wie wollen Sie denn die Sicherheit erhöhen?
Die Polizeipräsenz auf dem Open-Air-Gelände wird in diesem Jahr deutlich verstärkt. Dies haben wir in Absprache mit der Polizei beschlossen. Welche Massnahmen sie in diesem Jahr sonst noch ergreift, oder uns vorschreiben wird, weiss ich noch nicht.

An einem anderen Schweizer Open Air ist laut «Blick» sogar von Scharfschützen die Rede. Ist ein solcher Einsatz auch im Sittertobel denkbar?
Nein. Die Polizisten auf dem Gelände sind in Zivil unterwegs, wie wir das am Open Air St.Gallen schon seit Jahren kennen. Daran wird sich nach heutigem Stand der Dinge nichts ändern. Mir ist nämlich nicht bekannt, dass in der Schweiz erhöhte Terrorgefahr herrscht. Wenn sich die Lage jedoch ändern würde, müssten wir nochmals mit der Polizei zusammensitzen. (ren)

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