Tel. 143 bietet anonym Hilfe für Verzweifelte

In fast 4000 Stunden Telefongesprächen leistete Tel. 143 der Dargebotenen Hand Ostschweiz im Jahr 2010 anonymen Beistand. Die Hilfesuchenden werden von 80 Freiwilligen betreut.

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ST. GALLEN. Tel. 143 – Die Dargebotene Hand betreut Hilfesuchende aus den Kantonen Graubünden, St. Gallen, Glarus, beide Appenzell, Thurgau (Vorwahl 071) und des Fürstentums Liechtenstein.

Beitrag zur Suizidprävention

Die Organisation leiste seit der Gründung im Jahr 1958 einen wichtigen Beitrag zur Suizidprävention, heisst es in einem Communiqué. Themen waren im letzten Jahr psychische und körperliche Belastungen, zwischenmenschliche Schwierigkeiten, die Alltagsbewältigung im Alter und bei chronischer Krankheit, aber auch akute Krisen mit Suizidgedanken. Besonders in der Onlineberatung kommen mit Scham behaftete Themen wie Gewalt und Suizidalität zur Sprache.

14 neue Freiwillige ausgebildet

Im Juni 2010 ging der einjährige Ausbildungskurs zu Ende: 14 Frauen und Männer verstärken seither neu die Gruppe der Freiwilligen. Das 80köpfige Freiwilligenteam leistete insgesamt 11 500 Stunden ehrenamtlich Hilfe am Telefon oder online.

Mit Bedauern wurde an der Mitgliederversammlung der Rücktritt des Präsidenten, Jean-Pierre Gubser, registriert. Das Präsidium ad interim führt neu Vizepräsidentin Ursula Leutenegger. Im Jahr 2011 werden die Aktivitäten der Dargebotenen Hand in der Öffentlichkeit verstärkt. Die Organisation bietet kostenlos die Broschüre «Mein letzter Wille» an – eine Checkliste für alle, die geordnete Verhältnisse hinterlassen möchten. (red.)

www.ostschweiz.143.ch

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