Teilsanierung wird vorgezogen

Mit Kosten von 20 Millionen Franken wertet der Kanton Thurgau das Bildungszentrum Arbon auf. Dringlich ist die Sanierung der Hülle des bestehenden Gebäudes. 2015/2016 wird ein Ergänzungsbau erstellt. Dieser ist bereits bewilligt.

Max Eichenberger
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ARBON. Für 11,6 Millionen Franken saniert das kantonale Hochbauamt das 1978 von der Schulgemeinde Arbon erstellte Berufsschulhaus. Es wird auch räumlich neuen Nutzungsanforderungen angepasst. Der zusätzliche Raumbedarf soll mit einem Ergänzungsbau abgedeckt werden. In diesen wird das bestehende Nebengebäude integriert. Kosten: 7,7 Millionen.

Die Visiere stehen. Im April hat der Stadtrat das Projekt bewilligt. Im Frühjahr 2015 soll Baubeginn sein.

Bis 2018 etappiert

Weil die Lamellen defekt sind, wird eine erste Sanierungsetappe beim Altbau bald angegangen. Im Stadthaus liegt das Gesuch öffentlich auf. Wenn der Neubau 2016 bezogen ist, schliesst sich laut Andreas Kern, Leiter Bildungsbauten im Hochbauamt, die zweite Sanierungsetappe dann an. Sie erstrecke sich bis 2018. Bei der ersten Planung 2011 war noch von 15 Mio. Gesamtkosten die Rede. Der erste Kostenvoranschlag wies 2012 eine Bausumme von 24,7 Mio. aus. Diese hatte der Planungsausschuss auf 21,9 Mio. reduziert. Das war der Geschäftsprüfungs- und Finanzkommission des Grossen Rates nicht genug. Er plafonierte den Objektkredit bei 20 Mio. Franken. Die Einsparungen konnten erreicht werden, weil auf den Minergie-Standard beim Hauptgebäude verzichtet wird. Das ehemalige Arboner Berufsschulhaus hat vor 36 Jahren die Schulgemeinde Arbon gebaut. 2006 ging es zum Kanton über. Dieser hat den Standort des Bildungszentrums Arbon 2007 gestärkt. Zuvor stand dieser in Frage. Traditionsgemäss führt das BZA eine technische Abteilung mit Maschinenbauberufen. Bei der Neuausrichtung 2007 kam der Detailhandel hinzu.

Aus einem Projektwettbewerb ging 2011 die Arbeitsgemeinschaft Grosjean/Wepfer, Kreuzlingen, als Sieger hervor. Gemäss Hochbauamt präsentiere sich das Hauptgebäude allgemein immer noch «in einem guten baulichen Zustand».

Mensaküche kommt weg

Die Sanierung sieht Dämmmassnahmen und den Einbau besserer Gläser vor. Rektorat und Lehrerzimmer werden ins Parterre verlegt, wo der Verwaltungsbereich zusammengefasst wird. Weil sie kaum mehr genutzt wird, kommt die Mensaküche weg. Die Klassenzimmer verteilen sich auf die beiden Obergeschosse; im zweiten gibt es mehrere neue Gruppenräume.