Teheran, Wien, «Wartegg»

Seit fast drei Jahren lebt die iranische Flötistin Firouzeh Taghadossi-Navai in Rorschacherberg. Morgen abend zeigt sie auf Schloss Wartegg ihr Können; mit Werken von Bach, Burton und Prokofiew.

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Flötistin Firouzeh Taghadossi spielt im Schloss Wartegg. (Bild: pd)

Flötistin Firouzeh Taghadossi spielt im Schloss Wartegg. (Bild: pd)

RORSCHACHERBERG. Bereits im Alter von zehn Jahren trat Firouzeh Taghadossi-Navai ins Musikkonservatorium Teheran ein. Morgens normale Schule, nachmittags Musikunterricht. Als 19-Jährige erhielt sie ein Stipendium an der Musikhochschule in Wien, wo sie mit Auszeichnung abschloss.

Heute ist sie Lehrerin an der Musikschule in Dornbirn, genauso wie der belgische Pianist Marin Gallez, der morgen ab 19.30 Uhr an ihrer Seite auf Schloss Wartegg spielt.

In R'berg noch wenig bekannt

Firouzeh Taghadossi-Navai freut sich sehr auf das Konzert im «Wartegg». «Ich lebe nun schon mehr als zwei Jahre in Rorschacherberg und fühle mich hier sehr wohl. Aber die Leute kennen mich und meine Musik kaum. Nachdem ich das Programm von morgen bereits in Iran und in Dornbirn aufgeführt habe, freue ich mich sehr über die Chance, es auch in meiner dritten Heimat zu präsentieren», sagt die Flötistin. Das Kammermusikkonzert umfasst Werke von Carl Philipp Emanuel Bach, Eldin Burton, Pietro Morlacchi, Georges Enesco und Sergei Prokofiew. Somit sind barocke Klänge genauso vertreten wie romantische und moderne.

International eine Grösse

International hat sich Taghadossi-Navai in ihrer 35jährigen Karriere längst einen Namen geschaffen. Zunächst als erste Flötistin im Teheraner Sinfonieorchester tätig, war sie in der Folge an zahlreichen Uraufführungen beteiligt. Als Mitglied renommierter Sinfonie- und Kammerorchester kam sie in Iran, Deutschland, der Schweiz und Österreich zu Auftritten in Rundfunk und Fernsehen. Auch Pianist Martin Gallez ist in der klassischen Musikszene kein Unbekannter. Als Solist trat er in England, Frankreich, Deutschland, Belgien und Österreich auf. Heute ist er neben seiner Lehrtätigkeit vor allem als Kammermusiker aktiv. Gemeinsam hofft das Duo auf ein zahlreiches Publikum für das Gastkonzert im Schloss Wartegg. Der Eintritt ist frei; Kollekte. (pd/cot)

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