TAUCHSPORT: Dem See auf den Grund gehen

Seit Jahren steigen drei Freunde jeden Mittwoch in den Bodensee. Trotz Kälte tauchen sie am liebsten im Winter.

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Stephan Müller, Hans Soller und Pascal Blöchlinger (von links) in ihrer Tauchmontur kurz vor dem Einstieg in den See. (Bild: Alain Rutishauser)

Stephan Müller, Hans Soller und Pascal Blöchlinger (von links) in ihrer Tauchmontur kurz vor dem Einstieg in den See. (Bild: Alain Rutishauser)

8.30 Uhr, Treffpunkt Horn hinter dem Bahnhof. Seit fünf Jahren geht hier für Pascal Blöchliger, Stephan Müller und Hans Soller der wöchentliche Tauchgang im Bodensee los. Jeden Mittwoch, egal ob Schnee, Sturm oder Regen. Heute starten die drei beim Seerestaurant in Rorschach.

Nacheinander fahren sie auf dem Parkplatz des Seerestaurants ein. Er ist voll mit anderen Autos. Rund um die Fahrzeuge stehen Männer, einige in Unterhosen, einige bereits in Tauchmontur. Sie alle haben das gleiche Ziel, den Grund des Bodensees. Besonders im Winter ist der Abstieg ins dunkle Nass bei den Tauchern beliebt. «Dann ist das Wasser klarer, weil es während der Wintermonate keine Algen gibt», sagt Soller.

Nun ziehen auch sie ihre Trockentauchanzüge an. Trotz Kälte bleibe man im Anzug relativ warm. «Erst nach ungefähr 45 Minuten wird es kalt», sagt er. Die drei laufen los in Richtung Ufer. Vor dem Hüttchen des ­Segelhafens Rorschach befindet sich ein schmaler Einstieg.

Die Taschenlampen werden eingeschaltet, nun sieht man nur noch drei Gestalten im Wasser und die dazugehörenden Scheine der Lampen, die sich auf dem Wasser spiegeln. Die drei tauchen ab, die Lampen flackern unter der Wasseroberfläche. Je tiefer sie tauchen, desto schwächer wird das Flackern der ­Lampen, bis das dunkle Wasser die Lichtkegel vollständig verschluckt hat. (air)