Tassen und Teller für den Christbaum

Gestern haben Arbeiter damit begonnen, den Christbaum auf dem Klosterplatz zu schmücken. In diesem Jahr werden bunt bemalte Tassen, Teller und Teekannen an den Baum gehängt.

Sheila Eggmann
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Kling, Glöcklein, klingelingeling: Die GBS machte für den Baumschmuck Tassen und Teekannen zu Glöckchen. (Bild: Sheila Eggmann)

Kling, Glöcklein, klingelingeling: Die GBS machte für den Baumschmuck Tassen und Teekannen zu Glöckchen. (Bild: Sheila Eggmann)

Seit dem 4. November steht die Weihnachtstanne aus Mörschwil auf dem Klosterplatz. Seit gestern wird der 4,5 Tonnen schwere und 18 Meter hohe Baum in einen Christbaum verwandelt. Angehörige der Elektrotechnik-Firma Huber und Monsch sowie der städtischen Feuerwehr haben begonnen, den Baum mit Lämpchen und farbig angemaltem Geschirr zu schmücken.

Wie in den vergangenen Jahren wurde der Christbaumschmuck von der St. Galler Schule für Gestaltung angefertigt. Dieses Jahr lässt sie Tassen, Teller und Teekannen an weissem Draht an den Baum hängen. «Mit dem Schmuck wollen wir das weihnachtliche Zusammenkommen symbolisieren», sagt Lehrgangsleiter Dominik Noger. Weihnachten bedeute für viele Menschen zusammen zu feiern, zu essen oder eine Tasse Tee zu trinken. Ausserdem wollte die Schule für Gestaltung einen Schmuck entwerfen, der auch akustisch auffällt: Tassen und Teekannen aus Keramik hängen deshalb umgekehrt am Baum und fungieren als Glöckchen.

Schmuck im eigenen Garten getestet

54 Schülerinnen und Schüler des Vorkurses für Jugendliche haben die 817 Tassen und Teller hergestellt. Sie waren für das Design und die Fertigung zuständig. Es wäre denkbar schade, wenn das zerbrechliche Keramik vor Weihnachten kaputt ginge oder vom Baum fallen würde. Noger hatte deshalb den Schmuck bei sich zu Hause im Garten aufgehängt, um die Belastbarkeit zu testen. «Hängen die Stücke nicht zu nahe beieinander, gehen sie auch bei Wind nicht kaputt.»

Die Tanne bestimmt die Zahl der Lämpchen

Nicht nur der Keramik-Schmuck muss sorgfältig aufgehängt werden, auch die Lichterketten bereiten viel Arbeit. «Es ist eine Kunst, die richtige Zahl Lämpchen aufzuhängen, damit es danach schön aussieht» sagt Hansjörg Rust, Abteilungsleiter bei Huber und Monsch. Jedes Jahr würden die Lichterschlangen im Voraus getestet und die Zahl der Lämpchen der Tanne angepasst.