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Tanzen, wenn andere Fussball spielen

Für Fussball bleibt im Moment kaum Zeit. Die Schwedin Cecilia Wretemark würde sich zwar das eine oder andere Spiel an der EM anschauen. «Doch die Kunst geht im Moment vor», sagt sie während einer Pause in der Lokremise. Die 32jährige Tänzerin, die zum Tanzensemble am Theater St.
Christina Weder
Cecilia Wretemark, 32 Tänzerin, Schwedin (Bild: pd)

Cecilia Wretemark, 32 Tänzerin, Schwedin (Bild: pd)

Für Fussball bleibt im Moment kaum Zeit. Die Schwedin Cecilia Wretemark würde sich zwar das eine oder andere Spiel an der EM anschauen. «Doch die Kunst geht im Moment vor», sagt sie während einer Pause in der Lokremise. Die 32jährige Tänzerin, die zum Tanzensemble am Theater St. Gallen gehört, steckt mitten in den Proben. Gleich zwei Premieren stehen an. Besonders jene vom kommenden Sonntag verursacht Herzklopfen. Dann steht Cecilia Wretemark mit ihrer eigenen Tanzkompanie «House of Pain» in der Grabenhalle auf der Bühne. Für das Stück «Bloody Mess», das von Religion und Gewalt handelt, hat das Trio vor einem Jahr einen städtischen Werkbeitrag erhalten. Es soll die Zuschauer aus der eigenen heilen Welt heraus katapultieren. Die drei Tänzer proben dafür in den Abend- und Nachtstunden – neben ihren 100-Prozent-Engagements am Theater.

Kein Wunder, bleibt Cecilia Wretemark kaum Zeit für Fussball. Oder für anderes. «Ich arbeite viel und komme kaum dazu, ein soziales Netzwerk aufzubauen», sagt sie. Ihre Heimatstadt Stockholm hat sie im Alter von 20 Jahren verlassen. Fürs Studium zog sie nach München und weiter nach Osnabrück. Vor sieben Jahren kam sie mit dem ehemaligen Tanzchef Marco Santi nach St. Gallen. Ihr gefällt die «wunderbare Altstadt», die Nähe zum See und zu den Bergen. In ihrer Freizeit fährt sie mit ihrer Lebens- und Tanzpartnerin Jasmin Hauck am liebsten mit dem Velo in Richtung Bodensee. «Wir Schweden sind absolute Naturmenschen», sagt sie.

Trotzdem vermisst sie die Grossstadt und weiss, dass sie irgendwann nach Schweden zurückkehren wird – «wenn die ehrgeizigen Jahre vorbei sind». Ihr fehlt das Meer, das Salz in der Luft, die stürmischen Winde. Und die schwedische Kaffeekultur. Die Schweden kennen dafür einen eigenen Namen: Zur «Fika» trifft man sich mindestens ein- bis zweimal täglich, trinkt Kaffee, isst Zimtschnecken und Kuchen.

Und so ist es der Traum der Tänzerin, irgendwann in Schweden auf einer Bühne zu tanzen.

Bild: Christina Weder

Bild: Christina Weder

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