Tagesstruktur an Schulen wird ausgebaut

ST.GALLEN. Das Stadtparlament hat gestern dem Ausbau der Tagesstrukturen an zwei Schulen der Stadt St. Gallen zugestimmt. Damit werden die Schulen Halden und Boppartshof zu «FSA+»-Standorten aufgewertet. Konkret bedeutet dies, dass die Kinder während 48 Wochen im Jahr den ganzen Tag betreut werden.

Drucken
Teilen

St.Gallen. Das Stadtparlament hat gestern dem Ausbau der Tagesstrukturen an zwei Schulen der Stadt St. Gallen zugestimmt. Damit werden die Schulen Halden und Boppartshof zu «FSA+»-Standorten aufgewertet. Konkret bedeutet dies, dass die Kinder während 48 Wochen im Jahr den ganzen Tag betreut werden. Das «Freiwillige Schulhausangebot plus» wird bereits in den Schulquartieren Heimat-Buchwald und Engelwies umgesetzt. Die Kosten für die zwei neuen Standorte werden jährlich mit rund 470 000 Franken beziffert. Für einmalige bauliche Massnahmen sind 380 000 Franken eingesetzt.

Kritik an Tarifen

Susanne Gmünder (CVP) von der Bildungskommission empfahl dem Parlament, der Vorlage zuzustimmen. Zum einen, da durch das «FSA+»-Angebot der Standortfaktor erhöht werde, zum anderen weil die Kinderbetreuung für viele Eltern ein kaum zu lösendes Problem sei. Das Parlament folgte dem Antrag. Allerdings nicht ohne mahnende Stimmen seitens der bürgerlichen Parteien.

Karin Winter (SVP) sagte, dass ihre Fraktion den Antrag zwar mehrheitlich unterstütze, dass das «Freiwillige Schulhausangebot plus» aber nicht zu einer flächendeckenden Lösung werden dürfe. So erwarte die SVP Zurückhaltung etwa bei der Oberstufe. Zudem müssten die Tarife überdacht werden. Die Kostenbeteiligung der Eltern sei zu tief. Auch FDP-Sprecher Marc Reinhardt betonte, dass die Tarife überarbeitet werden müssten. Dennoch unterstütze man den Antrag grossmehrheitlich.

Höhere Standortattraktivität

Über die Elternbeiträge könne man diskutieren, sagte Schuldirektorin Barbara Eberhard. Allerdings seien die Tarife immer noch Sache des Stadtrates.

Einig waren sich die Parteien hingegen darin, dass durch «FSA+»-Angebote die Standortattraktivität der Stadt erhöht wird. Cécile Federer von den Grünen betonte, dass «FSA+» eine lohnende Investition sei und man den Antrag aus voller Überzeugung unterstütze. Und Pascal Kübli erklärte im Namen der SP/Juso/PFG-Fraktion: «Nicht zuzustimmen wäre absurd.» (nar)

Aktuelle Nachrichten