TAGESBETREUUNG: Schuelhüsli wird umgebaut

Das ehemalige Schulhaus Rotmonten kann für die familienergänzende Betreuung umgebaut werden. Die Vorlage war gestern zum zweiten Mal im Parlament.

David Gadze
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Das ehemalige Schulhaus an der Kirchlistrasse 2 kann für die familienergänzende Betreuung umgebaut werden. (Bild: Urs Bucher)

Das ehemalige Schulhaus an der Kirchlistrasse 2 kann für die familienergänzende Betreuung umgebaut werden. (Bild: Urs Bucher)

David Gadze

david.gadze@tagblatt.ch

Im zweiten Anlauf hat das Stadtparlament gestern der Umnutzung des ehemaligen Schulhauses an der Kirchlistrasse 2 für die familienergänzende Betreuung (FSA-plus) der Schulhäuser Rotmonten und Gerhalde zugestimmt. Dafür hat es einstimmig einen Kredit von knapp 3,1 Millionen Franken erteilt.

Die Vorlage hatte das Parlament im August 2015 zurück­gewiesen. Damals wurden ins­besondere die Kosten von rund 3,8 Millionen, der Aussenraum und die Schulwegsituation bemängelt. Ausserdem kritisierte der Rat, dass keine Alternativen aufgezeigt wurden. Dies habe der Stadtrat nun nachgeholt, sagten Clemens Müller, Präsident der Liegenschaften- und Baukommission, und Patrik Angehrn, Präsident der Bildungskommission.

Bei allen Fraktionen unumstritten

Die Vorlage war nicht nur in den Kommissionen unbestritten, sondern auch bei den Fraktionen. Das Hochbauamt habe die Kritik aufgenommen und ein günstigeres und kleineres Projekt vorgelegt, «auch wenn dieses die Verzögerung von zwei Jahren nicht wert war», sagte Jeyakumar Thurairajah namens der Fraktion von Grünen und Jungen Grünen. Thomas Meyer von der CVP/EVP-Fraktion lobte die nachvollziehbare Prüfung alternativer Standorte und die «angemessenen Sanierungsmassnahmen» des alten Schulhauses. Er forderte, die folgenden Projekte für die familienergänzende Betreuung kostenbewusst anzugehen.

Remo Wäspe begrüsste namens der SVP-Fraktion, dass das Gebäude nicht vollständig aus­gehöhlt, sondern massvoll umgebaut werde. Zudem stimme das Kosten-Nutzen-Verhältnis. Für die SVP stelle sich jedoch die Frage, ob nicht ein Rahmenkredit für alle FSA-plus-Bauten erstellt werden könnte. Andrea Hornstein von der SP/Juso/PFG-Fraktion betonte die Vorteile der sofort verfügbaren Räumlichkeiten und eines bedarfsgerechten und etappierten Vorgehens. Der Verzicht auf Provisorien stelle eine erhebliche Kostenersparnis dar.