Tag der Wahrheit für Schulhaus

MÖRSCHWIL. Zu viel Glas, zu teuer: Diesen Kritikpunkten am geplanten Ausbau der Schulanlage Mörschwil trat Schulratspräsident Ulrich Illigen entgegen. Im neuen Projekt ist die Glasfassade einer Konstruktion mit Brüstungen und Fenstersimsen gewichen.

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MÖRSCHWIL. Zu viel Glas, zu teuer: Diesen Kritikpunkten am geplanten Ausbau der Schulanlage Mörschwil trat Schulratspräsident Ulrich Illigen entgegen. Im neuen Projekt ist die Glasfassade einer Konstruktion mit Brüstungen und Fenstersimsen gewichen. «Die Fensterfläche wurde um 40 Prozent reduziert», sagt Illigen. Damit sei unter anderem die Gefahr, dass sich die Innenräume durch die Sonne erwärmen, entschärft. Neu entspreche die Fensterfläche dem Standard bei modernen Schulbauten.

Auf Lichthof verzichtet

Um die Kosten von 7,5 Millionen Franken einzuhalten, gingen Schulrat und Architekten in der Überarbeitung des Projekts Kompromisse ein. Im obersten Stock hätte ein Lichthof entstehen sollen. «Darauf verzichten wir aus finanziellen Gründen», sagte Illigen. Dort entsteht jetzt ein Gruppenraum.

Auf den unteren Etagen sind unter anderem fünf Musikzimmer, zwei Kindergartenräume, zwei Klassenzimmer, zwei weitere Gruppenräume, ein Lehrerzimmer und Räume für Sekretariat und Verwaltung geplant. Damit werden die Schulhäuser Gallus und Otmar entlastet: Zwei Schulzimmer im Gallus-Schulhaus werden zu Gruppenräumen. Das Lehrer- und die Verwaltungszimmer sollen für Unterricht genutzt werden. Das Lehrerzimmer im Otmar-Schulhaus wird auch zum Gruppenraum.

Mittelfristig mehr Schüler?

Die Schülerzahlen werden in naher Zukunft sinken: Heute zählt die Schulgemeinde 80 Kindergärtler und 235 Primarschüler. 2014 sind es voraussichtlich noch 70 Kindergärtler und 220 Primarschüler. «Der Ausbau ist trotzdem notwendig», sagte Illigen. Laut dem Bundesamt für Statistik zeichne sich ein Anstieg der Geburtenzahlen ab.

Abgestimmt wird am 27. November über einen Baukredit von 6 980 000 Franken. Wird er angenommen, könnten die Bauarbeiten im Frühjahr 2012 beginnen. Der Neubau soll im Sommer 2013 in Betrieb gehen. (av)