Swing trifft auf Hackbrett

Am Wochenende begeisterte ein spezielles Duo im Bären Häggenschwil. Nicolas Senn traf mit seinem Hackbrett auf den lässig-lockeren Jazz- und Big-Band-Sound der Swing Kids.

Simone Buff
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Nicolas Senn musiziert im Bären zusammen mit der Ostschweizer Jugendband Swing Kids. (Bild: Luca Linder)

Nicolas Senn musiziert im Bären zusammen mit der Ostschweizer Jugendband Swing Kids. (Bild: Luca Linder)

HÄGGENSCHWIL. Stühlerücken, Händeschütteln, Schwatzen und Gelächter. Im Bären Häggenschwil quartieren sich die Gäste an den runden Holztischen im Saal und auf dem darüberliegenden Balkon ein. Zwei grosse Kronleuchter sorgen für zusätzliches Ambiente. Hier und da sieht man einen gespannten Blick auf die noch leere Bühne. Einige Minuten später tritt Nicolas Senn ins Scheinwerferlicht und vors Hackbrett. «Die Pfiifestier» spielt er als Einstieg. Und erklärt danach, dass das Hackbrett nicht aus dem Appenzellerland stammt, sondern dessen Ursprung in Persien vermutet wird. Es folgt ein Musikstückeraten fürs Publikum, unter anderem mit Liedern von Abba und Queen. Neu hat der Hackbrettler Klaviermusik aus «Les Intouchables» in feine, schön anzuhörende Hackbrettklänge umgewandelt.

In der Pause wird Senn belagert

Mit jazzigen Tönen treten am Freitagabend auch die Swing Kids zunächst solo auf. Für das persönliche Solo muss jeder einmal nach vorne ans Mikrophon, sei es mit Posaune, Trompete oder Saxophon. Auch Dai Kimoto, der Leiter, greift ab und an zum Instrument und spielt mit seinen Kids. Diese werden begeistert beklatscht und bewundert. In der kurzen Pause wird vor allem Nicolas Senn belagert. Danach fetzt's. Die Swing Kids und der Hackbrettler spielen gemeinsam und treiben die Stimmung nach oben. «Hack 'n' Roll» heisst das offiziell letzte Stück, dass Dai Kimoto vor zwei, drei Jahren extra für Senn und die Swing Kids geschrieben hat, wie er verlauten lässt.

Nachbarn in Romanshorn

Kennen tun sich Dai Kimoto und Nicolas Senn schon von klein auf, sie waren Nachbarn in Romanshorn. «Es war schön, jemanden in der Nachbarschaft zu haben, der mit Musik so viel Erfolg hat», sagt Kimoto. Die Idee für die ungewöhnliche Musik-Kombination kam aber vom Restaurantbesitzer: «Um das Programm aufzufrischen, versuchen wir immer wieder, Sachen zu organisieren, an die andere vielleicht nicht denken», sagt Walter Sutter vom Bären. Sowohl Nicolas Senn als auch die Swing Kids waren dort schon als Gäste aufgetreten. So sei ihm vor zwei Jahren die Idee gekommen, beide für einen gemeinsamen Auftritt anzufragen. Zwei weitere Auftritte mit Nicolas Senn und den Swing Kids finden am 24. und 25. Oktober im Lindensaal in Teufen AR statt.