SVPler wollen nachrücken

Die SVP Gossau-Arnegg will nicht nur im Stadtrat vertreten sein, sondern künftig auch zwei Sitze im Kantonsrat besetzen. Mit Claudia Martin stellt sie auch eine Nationalratskandidatin.

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gossau. Die SVP Gossau-Arnegg ist im Kantonsparlament mit Nico Egger vertreten. Er wird nicht mehr für eine neue Amtsperiode kandidieren. «Leider wird Nico Egger, trotz mehrfacher Gespräche, seine Amtsdauer zu Ende führen und nicht frühzeitig für einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin aus Gossau zurücktreten», schreibt SVP-Präsident Markus Rosenberger in seinem Jahresbericht. Mit Claudia Martin und Benno Koller stellt die Gossauer Ortspartei die ersten beiden Ersatzkandidaten für den Kantonsrat. Würde Egger jetzt zurücktreten, würden sich die Chancen für die Gossauer SVP erhöhen, zwei Vertreter in den Kantonsrat zu bringen. Denn die Wahlchancen für Bisherige sind grösser als für Neue.

Unterschriften sammeln

Die 15. Hauptversammlung der SVP Gossau-Arnegg fand am Donnerstagabend im «Schwarzen Adler» statt. Durch die Versammlung führte Vizepräsident Benno Koller. Thema war auch die Volksinitiative «7 statt 5», welche die SVP lanciert hatte. Die Partei will, dass der Stadtrat auf die nächste Legislatur von fünf auf sieben Mitglieder aufgestockt wird. «Im letzten Herbst versuchten wir an einem runden Tisch mit allen Fraktions- und Parteipräsidenten die Aufstockung des Stadtrats den anderen Parteien schmackhaft zu machen», schreibt Markus Rosenberger. «Leider stiessen wir bei den meisten auf taube Ohren oder sogar Gegenwehr.» Dies habe die SVP bewogen, Unterschriften zu sammeln. Die Unterschriftensammlung laufe noch bis zum 21. April.

Benno Koller, er ist Mitglied des Parlaments, erinnerte an die Dezember-Sitzung. Zum ersten Mal in der Parlamentsgeschichte sei ein Bürgerrechtsgesuch nicht bewilligt worden. Einem Gesuchsteller aus dem Balkan sei aus schwerwiegenden Gründen die Einbürgerung verwehrt worden, so Rosenberger.

Sieben Neueintritte

Die SVP spricht von einem erfolgreichen Jahr. Auch was die Mitgliederzahl betrifft. Im vergangenen Jahr seien vier Mitglieder aus- und sieben in die Partei eingetreten. Mit der Ortspartei gehe es aufwärts, nicht steil, aber stetig, sagte Benno Koller. Sie zähle 89 Mitglieder, davon seien 67 Männer und 22 Frauen. Und auch für den Vorstand konnte eine Frau gefunden werden: Ramona Inauen. Sie löst Claudia Martin ab, die seit 2004 Beisitzerin ist. Sie wird Fraktionspräsidentin bleiben. (rb)

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