SVP und CVP im Widerspruch

Die SVP-Fraktion im St. Galler Kantonsrat hat wenig Verständnis für den Entscheid der Staatsanwaltschaft, das Verfahren wegen des Turnhallen-Einsturzes einzustellen. Sie nennt das Desinteresse des Baudepartementes an einer Weiterverfolgung des Falls «fragwürdig».

Drucken
Teilen

Die SVP-Fraktion im St. Galler Kantonsrat hat wenig Verständnis für den Entscheid der Staatsanwaltschaft, das Verfahren wegen des Turnhallen-Einsturzes einzustellen. Sie nennt das Desinteresse des Baudepartementes an einer Weiterverfolgung des Falls «fragwürdig».

Zur Rechenschaft ziehen

Die Fraktion verweist darauf, dass die Ursache des Einsturzes klar identifiziert werden konnte. «Es ist nicht nachvollziehbar, dass auf diese Art und Weise die Verantwortlichkeiten einfach unter den Teppich gekehrt werden sollen mit dem Hinweis, die Baubranche sei nun sensibilisiert und dass so etwas nicht mehr vorkommen werde», schreibt die SVP.

Da man die Ursache des Einsturzes kenne, sollte es auch möglich sein, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Des Weiteren kritisiert die SVP-Fraktion den Zeitverlust durch das Nichträumen der Baustelle sowie das nach ihrer Ansicht kostspielige Provisorium, das der Kantonsrat jedoch abgelehnt habe. Aufgrund der nun angekündigten Einstellung der Untersuchung behält sich die SVP-Fraktion weitere politische Schritte in der Angelegenheit vor, wie sie gestern mitteilte.

Rasch wieder aufbauen

Anders als die SVP zeigt die CVP Verständnis. Kanton St. Gallen hat Verständnis für den Entscheid des St. Galler Baudepartements. Mit dem Einstellungsentscheid und mit dem vorgängigen Abschluss der Vergleichsverhandlungen könne nun endlich der Wiederaufbau der Turnhalle mit Hochdruck vorangetrieben werden.

Die CVP erinnert im gestrigen Communiqué, dass die Fraktion stetig Druck für eine rasche Lösung gemacht habe. Dazu habe auch die Ablehnung des «unnötigen millionenteuren Turnhallenprovisoriums» gehört. (dwa, cz)

Aktuelle Nachrichten