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SVP setzt sich in CVP-Hochburg durch

Die Andwiler haben entschieden: Toni Thoma wird künftig die Gemeinde präsidieren. Nach einem fairen Wahlkampf fällt das Resultat erstaunlich klar aus.
Corinne Allenspach
Toni Thoma (Mitte) freudestrahlend an der gestrigen Wahlfeier im Otmarzentrum. (Bild: Benjamin Manser)

Toni Thoma (Mitte) freudestrahlend an der gestrigen Wahlfeier im Otmarzentrum. (Bild: Benjamin Manser)

Toni Thoma hatte gestern gleich doppelten Grund zum Anstossen: Zuerst am Nachmittag mit seinem Göttibueb auf dessen Geburtstag, am Abend dann mit zahlreichen Andwilerinnen und Andwilern an der öffentlichen Wahlfeier im Otmarzentrum auf seinen Wahlsieg. Da im Vorfeld kein einziger Leserbrief im Tagblatt erschien und auch im Dorf wenig über die Wahlen diskutiert worden sei, habe er keine Prognosen abgeben können. «Wir waren alle ziemlich im Ungewissen.» Umso grösser war Thomas Freude gestern. «Ich freue mich extrem über das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler», sagt er, «und ich habe grosse Lust darauf, Andwil zu präsidieren.»

412 Stimmen konnte Thoma auf sich vereinen, bei einem absoluten Mehr von 371. Sein Konkurrent von der CVP, Reto Mauchle, erhielt 315 Stimmen. Die 97 Stimmen Unterschied seien ein klares Resultat, sagt Thoma, kein Zufallsmehr. «Ich hätte nie gedacht, dass das in einer solch ausgeprägten CVP-Gemeinde möglich wird.» In der Tat wird Thoma der erste Andwiler Gemeindepräsident sein, der nicht der CVP angehört. Dass seine Parteizugehörigkeit in Andwil je ein Thema gewesen sei, habe er nie das Gefühl gehabt, sagt Thoma. «Die Andwiler haben mich trotz allem gewählt.»

Wählen quasi in letzter Minute

Freude auf der einen Seite, Enttäuschung auf der anderen. «Man gibt Vollgas und will gewinnen. Es wäre falsch, wenn man da nicht enttäuscht wäre, wenn es nicht reicht», sagt Reto Mauchle. Er müsse nun die Wahlniederlage zuerst verdauen und dann in einem zweiten Schritt eine Auslegeordnung machen, was er hätte anders machen sollen. Nach einem fairen Wahlkampf zeigte sich Mauchle auch als fairer Verlierer. Zum Anstossen und um Toni Thoma zu gratulieren, kam er gestern ebenfalls ins Otmarzentrum. «Das hat mit Anstand und Respekt zu tun.»

Wie in Waldkirch sah es auch in Andwil bis vor wenigen Tagen danach aus, als interessiere die Wahl nicht besonders. Knapp 28 Prozent der Wähler hatten bis Dienstagnachmittag abgestimmt (Tagblatt vom 21. September). Ratsschreiber Peter Thuma ging bis Sonntag von rund 40 Prozent aus. Tatsächlich sind es jetzt 57,3 Prozent fürs Gemeindepräsidium. Das ist die zweithöchste Wahlbeteiligung in der Region St. Gallen-Gossau.

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