SVP beschliesst die Nein-Parole

Am 28. November wird in Waldkirch an der Urne über die Zukunft des Alters- und Pflegeheims Wiborada entschieden. Die SVP befasste sich mit diesem Geschäft und kam zum Schluss, ein Nein in die Urne zu legen.

Marianne Bargagna
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waldkirch. In Edlischwil, zwischen Waldkirch, dem Sitz des Gemeindehauses, und Bernhardzell, dem Standort des Alters- und Pflegeheimes Wiborada, tagte die SVP Waldkirch-Bernhardzell. Diskutiert wurde am Donnerstagabend über das «Wiborada». Ein Thema, über das schon seit Jahren debattiert wird. Währenddessen nagte der Zahn der Zeit unerbittlich an den Gebäuden des Heims. Heute ist für alle klar, auch für die SVP: Es braucht einen Neubau. Der Gemeinderat schlägt vor, dass dieses Projekt von einer Stiftung realisiert werden soll.

Am 28. November wird darüber an der Urne entschieden. Sagen die Stimmberechtigten Ja zur Stiftung, sagen sie auch Ja zu einem zinslosen, rückzahlbaren Darlehen von maximal 6,76 Millionen, das der Stiftung gewährt wird. Gemeindepräsident Franz Müller und Oliver Hofmann, Mitglied der Expertengruppe, informierten darüber.

Emotionale Diskussion

Dann die Fragerunde.

Es waren nicht etwa die Finanzen oder die Stiftung als mögliche Trägerin, die Stoff für die zum Teil emotional geführte Diskussion lieferten. «Wir wollen das Projekt nicht verhindern, aber wir wollen uns Gehör verschaffen. Wir wollen Alternativen», sagte Paul Scheiwiller, Vizepräsident der SVP Waldkirch-Bernhardzell. Obwohl für die SVP die Stiftung als Trägerin des «Wiborada» ein gangbarer Weg sei.

Was ihn und andere Mitglieder aber störe, sei, dass das Darlehen an einen unbekannten Stiftungsrat gehen soll. Nicht nur das. Auch das bestehende Heim mit einem Verkehrswert von 3,1 Millionen. Zustimmendes Kopfnicken. Kein Wunder, dass die SVPler gerne Namen gehört hätten. Gemeindepräsident Müller musste passen. Er wies aber darauf hin, dass die Parteien dem Gemeinderat Vorschläge unterbreiten können. Denn der Stiftungsrat wird vom Gemeinderat gewählt. Ein zweiter Fakt, der den SVPlern sauer aufstösst.

Ein Votant begründete: «Es fehlt in dieser Frage das Vertrauen in den Gemeinderat.»

Klares Nein

Dann die Abstimmung: Die grosse Mehrheit der anwesenden SVPler sagt Nein zum gemeinderätlichen Gutachten. Einige wenige sagen Ja. Denn: «Man kann nicht immer nur schwarzmalen», sagte einer der Ja-Sager.

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