Süsser Gruss für Hilfsbedürftige

Eine Schoggi, eine Geschenkkarte und einige nette Worte: Das braucht es für die Weihnachtsaktion «mitenand». Bis gestern wurden 98 Schoggi gespendet.

Corinne Allenspach
Drucken
Teilen
Carole Bösch, Wittenbach Initiantin Aktion «mitenand» (Bild: pd)

Carole Bösch, Wittenbach Initiantin Aktion «mitenand» (Bild: pd)

WITTENBACH. Bereits in der Vergangenheit hat die Wittenbacherin Carole Bösch für den K-Treff Spendenaktionen organisiert. Der Treff unterstützt Armutsbetroffene in Wittenbach. Dieses Jahr möchte die Hausfrau noch einen Schritt weiter gehen und eine Botschaft vermitteln, wie sie in einem Video auf ihrer Facebook-Seite erzählt. «Jeder von uns gibt doch mindestens einmal pro Woche 20 Franken einfach so aus. Das ist Luxus, denn viele Leute können das nicht.»

K-Treff ist bereits versorgt

Damit sich auch Hilfsbedürftige einmal etwas Spezielles kaufen können, hat Carole Bösch die Weihnachtsaktion «mitenand» lanciert (Tagblatt vom 9. November). Die Idee: Wer spenden möchte, kauft bei einem Grossverteiler eine 20-Franken-Geschenkkarte und eine Schoggi. Auf ein Papier schreibt man dazu einen netten Gruss und schickt alles zusammen bis 9. Dezember an eine der drei Institutionen: K-Treff in Wittenbach, Solidaritätshaus (Fidesstrasse 1, Postfach 2219, 9001 St. Gallen) oder Thurhof (Zentrum für Asylsuchende, Abt-Beda-Strasse, 9245 Oberbüren).

«Die Aktion heisst <mitenand>, weil das Ganze nur möglich ist, wenn viele Leute mitmachen», sagt Carole Bösch. Nach der Halbzeit zieht sie eine durchzogene Bilanz. Sehr erfreulich sei der Rücklauf vor allem im K-Treff. Dort brauche es keine weiteren Schokoladen mehr, sagt die Wittenbacherin, die erst gestern mit allen drei Institutionen Kontakt hatte. «Der K-Treff hat bereits gegen 70 Schokoladen erhalten.» Beim Solihaus hingegen, das Begegnungen zwischen Flüchtlingen und Einheimischen ermöglicht, seien erst 11 Schokoladen eingegangen, gebraucht würden aber rund 60. An den Thurhof wurden bisher 17 Schokoladengrüsse geschickt, nötig wären rund 160.

Wittenbacher helfen Wittenbach

Dass der K-Treff bisher mit Abstand am meisten Schokoladen erhalten habe, liege vermutlich daran, dass sie als Initiantin selber auch Wittenbacherin sei und die Aktion im «Puls» ebenfalls prominent vorgestellt wurde. Jetzt wünscht sich Carole Bösch, dass bis zum Ende der Aktion auch für das Solihaus und den Thurhof genügend Schokoladen mit Geschenkkarten zusammenkommen. «Damit möglichst viele Hilfsbedürftige ein Weihnachtsgeschenk erhalten.»