Sündenpfuhl St.Galler Hauptbahnhof

ST.GALLEN. Der St.Galler Hauptbahnhof ist nicht nur ÖV-Drehscheibe, sondern auch Drogenumschlagplatz und Treffpunkt für Kleinkriminelle. Die Stadtpolizei hat den Bahnhof genau unter die Lupe genommen.

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Der St.Galler Hauptbahnhof: Ein Platz, viele Nutzer. (Bild: Michel Canonica)

Der St.Galler Hauptbahnhof: Ein Platz, viele Nutzer. (Bild: Michel Canonica)

Vom 15. bis 20. März hat die St.Galler Stadtpolizei in und um den Hauptbahnhof nicht nur Patrouillen, sondern auch «schwerpunktmässig» Kontrollen durchgeführt, wie die St.Galler Stadtpolizei mitteilt.


Beamte bedroht
In dieser Zeitspanne hat die Stadtpolizei sechs Personen wegen Handel mit Betäubungsmitteln festgenommen. Weitere acht Personen wurden wegen wiederholtem Verstoss gegen das Betäubungsmittelgesetz angezeigt. Wegen Besitz von Betäubungsmittel in leichten Fällen wurden sechs Ordnungsbussen ausgestellt. Eine Person wurde angezeigt, da sie einerseits gegen das Betäubungsmittelgesetz verstossen hatte, anderseits auch Beamte bedrohte.

Wegweisungen und Fernhaltungen
Die Stadtpolizei hat zudem verschiedene Sanktionen verhängt, um Personen temporär vom Bahnhofareal fernzuhalten. Gegen drei Personen wurde eine mündliche Wegweisung für 24 Stunden ausgesprochen, gegen neun Leute wurde für 30 Tage die Fernhaltung Hauptbahnhof verfügt.

Betrunken am Bahnhof
Der Hauptbahnhof ist auch ein beliebter Treffpunkt, um einen über den Durst zu trinken. So mussten die Polizisten eine 13-Jährige betreuen, die zuviel Vodka getrunken hatte. Sie wurde der Mutter übergeben. Und eine betrunkene Person, die sich übergeben musste, kassierte eine Ordnungsbusse.

Aufgemotzte Autos unter der Lupte
Nicht nur Personen hat die Stadtpolizei kontrolliert, sondern auch Fahrzeuge. Sieben Autobesitzer wurden wegen technischer Abänderungen, z.B. wegen einem zu lauten Auspuff, angezeigt. Neun Autofahrer müssen Reparaturen bestätigen lassen oder ihre Fahrzeuge bei einem Polizeiposten vorzeigen. Zwei Autofahrer erhalten ein Aufgebot, das Fahrzeug beim Strassenverkehrsamt vorzuführen. Gesamthaft wurden 56 Ordnungsbussen ausgesprochen, beispielsweise wegen Telefonieren am Steuer, Nichttragen der Sicherheitsgurte, fehlenden Ausweispapieren oder Nichtgewähren des Vortritts an Fussgängerstreifen sowie Parkbussen. (stapo/sg)

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