Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Stühle statt Bänke in der Kirche

Die evangelische Kirche Vogelherd in Wittenbach präsentiert sich nach dem Umbau multifunktional. Auch das neu erbaute Kirchenzentrum lässt sich an die Bedürfnisse anpassen. Über 300 Personen waren am Einweihungsfest.
Angelina Donati
Sitzen wie im Mehrzwecksaal: Während des Auftritts des Gospelchors Wittenbach probieren einige Besucher die neuen Stühle aus. (Bilder: Urs Bucher)

Sitzen wie im Mehrzwecksaal: Während des Auftritts des Gospelchors Wittenbach probieren einige Besucher die neuen Stühle aus. (Bilder: Urs Bucher)

WITTENBACH. Genauso bunt wie die Wände des neuen evangelischen Kirchenzentrums Vogelherd war auch das grosse Einweihungsfest mit Gottesdienst, Mittagessen und vielfältigem Programm. Trotz Regen liess es sich gross und klein nicht nehmen, den neuen Kirchensaal und das neu erbaute Kirchenzentrum zu besichtigen. Kinder tobten sich auf der Hüpfburg aus, fuhren Karussell, spielten Tischfussball oder assen Eis. Es herrschte in allen Räumen grosser Betrieb.

«Ein fröhlicher Ort»

Wer sich für das Technische interessierte, machte sich auf eine Führung. Im zweigeschossigen Kirchenzentrum erklärte Architekt Niklaus Bucher von Bucher Architekt BSA aus St. Margrethen, dass für die Realisierung des Baus ein Lärmschutzgutachten nötig war. «Und zwar für den Lärm, der von innen nach aussen drängt», sagt Niklaus Bucher. Einsprachen von Anwohnern hätten die Eröffnung um ein Jahr verzögert.

Während es im oberen Bereich mit Foyer, Büros, Cafeteria etwas gemächlicher zu- und her- geht, ist der untere Bereich als Party-, Spiel- und Proberaum für Jugendliche vorgesehen. Dort verstehen sich sogenannte Hofräume gleichzeitig als Lärmschutz und zusätzlichen Raum an der frischen Luft. Der «Fluchtbalkon» im Obergeschoss dient als Notausgang. Die Wände, gehalten in «einfachem Beton», werden von farbigen Holzelementen unterbrochen. «Ziel war es, einen fröhlichen Ort zu schaffen», sagt Architekt Bucher.

Angebote optimieren

Viele Angebote der Evangelischen Kirchgemeinde können nun in optimierter Form angeboten werden. Am Mittagstisch etwa finden im neuen Kirchenzentrum bedeutend mehr Gäste Platz. Ausserdem steht den Helfern eine gut ausgestattete Küche zur Verfügung. «Der Mittagstisch ist eine Vernetzung. Auch schon sind daraus neue Projekte entstanden», erklärt Diakon Ueli Bächtold.

Multifunktionaler Kirchensaal

In der Kirche sitzen die Besucher nun auf schwarzen Kunststoffstühlen statt wie bisher auf Kirchenbänken. Genau diese Veränderung sorgte bei einigen Kirchbürgern für Unmut, wie Bächtold sagt. Nach ersten Probesitzen seien nun aber auch die grössten Kritiker zufrieden. Je nach Anlass kann die Bestuhlung rasch angepasst werden. «Es ist jetzt bedeutend einfacher, verschiedene Anlässe durchzuführen», sagt Bächtold. Hinzu komme die neue Bühne mit verstellbaren Elementen.

Zukunft des alten Baus unklar

Musikalische Unterhaltung gab es von den Konrad-Singers, dem Gospelchor und von Andreas Tanner, der Stücke auf der Drehorgel spielte. Über 300 Personen haben dem gestrigen Fest beigewohnt, darunter auch Gemeindepräsident Fredi Widmer und sein Vorgänger Albert Etter. Was genau mit dem alten Kirchgemeindehaus geschieht, ist laut Bächtold noch unklar. Aktuell hausen dort Flüchtlinge.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.