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STUDIE: Aufräumen auf der Kreuzbleiche

Vom Parlament beauftragt, hat der Stadtrat das Gebiet Kreuzbleiche auf Raumoptimierung prüfen lassen. Der Postulatsbericht liegt nun vor. Eine Lösung ist aber nur zusammen mit der Teilspange möglich.
Elisabeth Reisp
Das Dreieckpärkli in der Gabelung der St.-Leonhard-Strasse ist nach Meinung der Planer verschenkter Platz. (Bild: Urs Bucher)

Das Dreieckpärkli in der Gabelung der St.-Leonhard-Strasse ist nach Meinung der Planer verschenkter Platz. (Bild: Urs Bucher)

Elisabeth Reisp

elisabeth.reisp@tagblatt.ch

Die Stadt und der Kanton planen eine Teilspange von der Kreuzbleiche hinauf zur Liebegg. Damit soll der motorisierte Individualverkehr dereinst unterirdisch von der Autobahnausfahrt in den Süden der Stadt geführt werden. Das wiederum schafft oberirdisch Platz für den öffentlichen Verkehr, Velofahrer und Fussgänger und eröffnet Möglichkeiten für diverse Neu- oder Umgestaltungen im Bereich der Kreuzbleiche. Wie dieser möglicherweise frei werdende Platz genutzt werden könnte, darüber muss sich der Stadtrat bereits jetzt Gedanken machen. Einen entsprechenden Auftrag haben ihm sieben Parlamentarier aus allen Fraktionen bereits vor viereinhalb Jahren in Form eines Postulats erteilt.

Die Stadt beauftragte daraufhin ein externes Planungsbüro, eine Machbarkeitsstudie auszuarbeiten. Nun liegt die Postulatsantwort mit den Ergebnissen der Studie vor. Eine neue Verkehrsführung böte Spielraum für Freiflächen, entscheidend sei am Schluss aber der Wille der Bevölkerung und die finanziellen Mittel, ob einer der Vorschläge umgesetzt werde.

Das Eingangstor der Stadt

Das Quartier St. Leonhard/Kreuzbleiche erfährt eigentlich wenig Aufmerksamkeit. Viele Besucher, Pendler aber auch St.Galler «betreten» dank des Zubringers der Stadtautobahn die Stadt auch heute noch an dieser Stelle. Dies, obwohl das ehemalige «Westend», so wurde das um 1900 entstandene Quartier genannt, längst zum Herzen der Stadt gehört und die eigentliche Stadt ein paar Kilometer weiter beginnt. Doch die wenigsten Ankommenden nehmen das Quartier wahr, sondern passieren es lediglich.

Dabei hätte der «Auftakt zur Innenstadt», wie das Quartier im Postulatsbericht genannt wird, mit der Kirche St.Leonhard, der Reithalle und der Villa Wiesental einige attraktive bauliche Zeitzeugen zu bieten. Mit dem Bau des Autobahnanschlusses Kreuzbleiche wurden in den 1980er-Jahren die Strassen aus Kapazitätsgründen zunehmend ausgebaut, wie dem Bericht zu entnehmen ist. Die ehemaligen Platzbereiche und Vorzonen der Liegenschaften seien zunehmend zu Verkehrsknoten umfunktioniert worden.

Eine wesentliche Forderung des Postulates war es, dieses Gebiet städtebaulich wieder aufzuwerten. Dazu hat das Planungsbüro drei Varianten mit verschiedenen Untervarianten ausge- arbeitet. Die erste Variante befasst sich mit unterirdischen Lösungen für die Kreuzung Kreuzbleiche. Für die Planer ist das aber keine befriedigende Lösung, da ein unterirdischer Kreisel das Verkehrsaufkommen nicht würde schlucken können. Auch die Idee, den Verkehr statt über die Brücke unter den Gleisen zu führen, wird aus geografischen Gründen verworfen. Die zweite Variante, auf der Kreuzbleiche einen oberirdischen Kreisel zu erstellen, sei keine befriedigende Lösung, da der Raumgewinn minimal sei.

Für eine bessere Fuss- und Radquerung

Die zielführendste Variante ist gemäss Planungsexperten eine überraschend einfache: Das kleine Dreieckpärkli auf der Kreuzbleiche aufheben, und die sich dort gabelnde St.-Leonhard-Strasse zusammenführen. Somit könnte der Villa Wiesental und auf der Reithalle mehr Platz gemacht werden. Bei der Villa Wiesental könnte ein öffentlicher Garten entstehen, der zugleich auch als Eingangstor zum dereinst umgestalteten Gebiet Bahnhof Nord dient. Mit dieser Variante könne auch die Fuss- und Radquerung auf der Achse Militär- strasse/Lagerstrasse deutlich verbessert werden. Das Planungsbüro weist aber auch darauf hin, dass diese Variante wegen «geringer Knotenkapazitäten» nur in Verbindung mit dem Bau einer Teilspange realisiert werden könne. Im Sinne der flankierenden Massnahme zur Teilspange sollte diese Variante weiter verfolgt werden.

Ob sich die Parlamentarier mit diesem Postulatsbericht zufrieden zeigen, wird sich an der Sitzung von nächstem Dienstag zeigen. Der Stadtrat beantragt, denn Bericht als erledigt abzuschreiben.

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