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STRASSEN: Ein unbeschwerter Winter

Zum Schneeräumen und Salzstreuen mussten Werkhofangestellte noch nicht oft ausrücken. Dennoch ist der Pikettdienst gegen Eis und Schnee gewappnet. In Rorschacherberg herrschen besondere Voraussetzungen.
Jolanda Riedener
Werkleiter Remo Städler vor dem 75-Tonnen-Holzsilo – noch gut mit Salz gefüllt. (Bild: Jolanda Riedener)

Werkleiter Remo Städler vor dem 75-Tonnen-Holzsilo – noch gut mit Salz gefüllt. (Bild: Jolanda Riedener)

Jolanda Riedener

jolanda.riedener@tagblatt.ch

Schnee und Eis sind in der Region am See noch wenig präsent gewesen. «Bis jetzt hat sich der Winter praktisch nicht gezeigt», sagt Hansruedi Geser, Werkhofleiter in Goldach. Nur vier Tage – zwei im Dezember, sowie Anfang dieser Woche – war der Winterdienst im Einsatz. Nicht nur die Schneemenge, sondern vor allem die Temperaturen sind massgebend für einen Einsatz der acht Mitarbeiter. Spätestens um 4 Uhr muss der Pikettdienst ausrücken, damit der Morgenverkehr rollen kann. «Für eine Runde durch die Gemeinde brauchen wir vier Stunden», sagt Geser. Treppen, Unterführungen und im Bereich von Baustellen müsse das Eis von Hand bekämpft werden.

Auch in Thal war der Pikettdienst diesen Winter in Bereitschaft. Meist musste er auch wegen wenig Schnee oder Vereisungen ausrücken. Oft sei der Schnee im Verlauf des Tages geschmolzen, erklärt Herbert Perchtold, Leiter des Bauamts in Thal. Die Bauamt-Mitarbeiter verfügen über vier Räum- und Streufahrzeuge, vier weitere Externe unterstützen sie. Einsatzbeginn ist ab zirka 3.30 Uhr: «Damit vor dem Morgenverkehr um 6 Uhr die Strassen grösstenteils geräumt sind», sagt Perchtold. Neben Salzen und Schneeräumungsarbeiten müssen die Mitarbeiter des Bauamts auch die Strassenschächte frei halten, damit das Wasser ungehindert ablaufen kann. Kantonsstrassen müssen die Gemeinden hingegen nicht selber räumen.

Umweltschädliches Salz als nötige Massnahme

«Salz wird so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig eingesetzt», sagt Perchtold. Die Streuer werden so eingestellt, dass je nach Wetterverhältnissen die nötige Menge Streusalz ausgeworfen wird. Dies auch, weil Salz schädlich für die Umwelt ist. «Man muss zwischen Sicherheit und Umwelt abwägen, ohne gestreute Strassen würde der Verkehr kollabieren.»

Splitt wird gemäss Perchtold vorwiegend auf Gehwegen und Quartierstrassen – bei lang anhaltendem Frost oder bei extrem tiefen Temperaturen – angewendet. Splitt hat Nachteile: Er kann Lackschäden an Fahrzeugen oder Steinschläge an Scheiben verursachen. Auch die Strassenreinigung und die Entsorgung der Steinchen sind aufwendig. In Goldach verzichtet man ganz auf den Einsatz von Splitt.

Die Heidenerstrasse in Rorschacherberg ist ein Ort, dem Werkleiter Leo Locher und sein sechsköpfiges Team besondere Aufmerksamkeit schenken. Die Strasse in Richtung Heiden weist teilweise eine Steigung von 18 Prozent auf. Vor allem abwärts birgt das Rutschgefahr. Den Leuten seien die unterschiedlichen Wetter- und Strassenverhältnisse durch die Höhendifferenzen in Rorschacherberg gar nicht bewusst: «Am See unten denkt man oft gar nicht, dass es am Berg oben Schnee hat.» Auch in Rorschach bescherte der eher milde Winter bisher weniger Aufwand. Lediglich fünf Tage war der Winterdienst im Einsatz. «Die kalte Jahreszeit ist aber noch lange nicht vorbei», sagt Remo Städler, Werkleiter in Rorschach. Die zehn Angestellten beschäftigen sich in der Saison auch mit dem Unterhalt von Strassen oder Liegenschaften der Stadt. «Sollte es einmal sehr winterlich sein, haben wir noch zwei externe Mitarbeiter, die wir aufbieten können», sagt Städler. Auch Mitarbeiter der Stadtgärtnerei würden dann einspringen und den Werkhof unterstützen. Beim Werkhof befinden sich auch die Salz- und Splitsilos. Bisher habe man aber erst etwa 15 Tonnen Salz gebraucht. In anderen Jahren musste das 75-Tonnen-Silo hingegen zweimal gefüllt werden.

Die Arbeit geht auch den anderen Werkhofmitarbeitern der Region nicht aus: «Wir reparieren Kies-, beziehungsweise Naturstrassen und kümmern uns um die Grünanlagen in der Gemeinde», sagt der Rorschacherberger Werkleiter Leo Locher.

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